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Kelkheim: Falsche Polizeibeamte – zwei mutmaßliche Abholer festgenommen

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Polizeipräsidium Westhessen haben zwei Männer festgenommen, die an Betrugstaten als “falsche Polizeibeamte” beteiligt waren.

Foto: Depositphotos

Hofheim (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Westhessen Falsche Polizeibeamte – zwei verdächtige Abholer festgenommen, Kelkheim (Taunus)-Münster, Donnerstag, 17.09.2026

(kq)Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Eingreifreserve – und Beamte der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Westhessen haben es am Donnerstag, den 17.09.2026, geschafft, in Kelkheim zwei Männer im Alter von 19 und 21 Jahren festzunehmen, die angeblich an einem Betrug durch sogenannte “falsche Polizeibeamte” beteiligt waren. Die Verdächtigen sollen innerhalb der Bandenstruktur als sogenannte Abholer fungiert haben. Gegen die beiden Männer wird wegen banden- und gewerbsmäßigem Betrug ermittelt.

Zuvor wurde ein 82-jähriger Mann aus Kelkheim auf seinem Festnetztelefon von einer unbekannten Person angerufen, die sich als Angehörige der Kriminalpolizei Frankfurt am Main ausgab. Dem älteren Herrn wurde vorgespielt, dass es in Kelkheim zu einer Serie von Einbrüchen gekommen sei. Im weiteren Verlauf erkundigten sich die Täter nach den Wertsachen des Mannes und gaben vor, diese in Absprache mit der Staatsanwaltschaft sichern zu wollen.

Der 82-Jährige erkannte den Betrug und informierte die Polizeistation Kelkheim. Nach den weiteren telefonischen Anweisungen der unbekannten Täter stellte der Geschädigte ein Behältnis mit vermeintlichen Wertsachen zur Abholung vor seiner Wohnanschrift bereit.

Die anschließenden polizeilichen Maßnahmen führten schließlich gegen 14:15 Uhr zur problemlosen Festnahme der beiden 19 und 21 Jahre alten Verdächtigen.

Gegen beide Verdächtige wurde beim Amtsgericht Frankfurt am Main die Beantragung eines Haftbefehls eingeleitet.

Die weiteren Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Eingreifreserve – und des Polizeipräsidiums Westhessen sind noch im Gange.

Wichtige Hinweise der Polizei:

Die Polizei wird niemals Bargeld oder Wertsachen bei Ihnen abholen oder zur Sicherung entgegennehmen. Auch Staatsanwaltschaften oder andere Behörden werden Sie nicht telefonisch auffordern, Geld, Schmuck oder andere Wertsachen zur Abholung bereitzulegen oder an unbekannte Personen zu übergeben.

Wenn Sie von einer angeblichen Polizeibeamtin oder einem angeblichen Polizeibeamten angerufen und nach persönlichen Daten, Vermögenswerten oder anderen sensiblen Informationen gefragt werden, beenden Sie das Gespräch. Überprüfen Sie dann selbst, ob es tatsächlich ein Anruf der Polizei war. Wählen Sie dazu eigenständig die Rufnummer Ihrer örtlich zuständigen Polizeidienststelle oder im Verdachtsfall den Notruf 110. Verwenden Sie nur eine Telefonnummer, die Sie selbst gewählt oder recherchiert haben.

Es ist wichtig: Legen Sie selbst auf und beenden Sie das Gespräch aktiv, bevor Sie die Polizei zurückrufen. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die anrufende Person die Verbindung bereits beendet hat. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und geben Sie am Telefon keine Informationen über Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen preis. Übergeben Sie niemals Vermögenswerte an unbekannte Personen.

Informationen zur Eingreifreserve:

Die Eingreifreserve wurde im April 2000 als eine von drei operativen Abteilungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegründet. Sie unterstützt die landgerichtlichen Staatsanwaltschaften in Verfahrensfragen. Der Generalstaatsanwalt entscheidet über ihren Einsatz durch die Zuweisung von Ermittlungsverfahren gemäß § 145 Abs. 1 GVG.

Zu den Schwerpunkten der Eingreifreserve gehören insbesondere Verfahren aus den Bereichen Organisierte Kriminalität, bandenmäßige Kriminalität, schwere Wirtschaftskriminalität sowie besonders umfangreiche und aufwendige Verfahren. Darüber hinaus bearbeitet sie komplexe Verfahren mit überregionalen Zuständigkeiten und internationalen Bezügen. Finanzermittlungen und Maßnahmen zur Vermögensabschöpfung sind regelmäßig Teil der Ermittlungen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main (069 1367 2253, presse@gsta.justiz.hessen.de).

Quelle: Presseportal

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