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Köppern: Über 200.000 Euro Schaden durch falsche Polizeibeamte

Am Montag erbeuteten Betrüger eine wertvolle Münzsammlung, indem sie eine Rentnerin hinters Licht führten. Die Kriminalpolizei fahndet nach dem beschriebenen Mann.

Foto: Depositphotos

Bad Homburg v.d. Höhe (ost)

1. Mehr als zweihunderttausend Euro Schaden – Falsche Polizeibeamte erbeuten wertvolle Münzsammlung, Bad Homburg, Montag, 19.01.2026, 10.15 Uhr bis 13.50 Uhr

(da)Am Montag haben ruchlose Betrüger eine Münzsammlung gestohlen, indem sie eine ältere Dame in Bad Homburg getäuscht haben. Gegen 10 Uhr kontaktierten die Täter die Dame erstmals telefonisch. Sie gaben sich am Telefon als Polizisten aus: Das Eigentum der Bad Homburgerin sei in Gefahr. Sie hätten zuverlässige Informationen, dass ihre Bank Ziel eines Raubüberfalls werden würde. Nun müsse schnell gehandelt werden, damit ihr Erspartes nicht Dieben zum Opfer falle. Durch diese geschickte und manipulative Gesprächsführung bauten die Betrüger eine entsprechende Bedrohungssituation auf und setzten die Dame ständig unter Druck. Sie ging zu ihrer Hausbank und nahm ihre Münzsammlung im Wert von über 200.000 Euro an sich. Diese übergab sie auf Anweisung der Betrüger gegen 13.50 Uhr in einem Wohngebiet südlich des Schlossparks an einen unbekannten Mann. Dieser war ungefähr 30 Jahre alt, 1,85 Meter groß, hatte eine kräftige Figur, einen schwarzen Vollbart und mittellange lockige Haare. Er trug einen dunkelblauen Mantel, eine schwarze Hose und schwarze Herrenschuhe. Leider stellte sich erst später heraus, dass es sich bei dem Mann nicht um einen Polizisten handelte, sondern um einen dreisten Betrüger.

Der vorliegende Fall verdeutlicht, dass die Methoden der Betrüger vielfältig sind und sich kontinuierlich an öffentliche Gegebenheiten anpassen. Das Ergebnis ist jedoch immer dasselbe: Das Vermögen der Angerufenen ist in Gefahr und die Polizei müsse es nun sichern! Grundsätzlich gilt: Die Polizei wird niemals Wertsachen bei Ihnen abholen oder sichern wollen. Das gilt auch für Staatsanwaltschaften oder andere „Behörden“. Bei solchen Telefonaten ist es nicht unhöflich, einfach aufzulegen, sondern meist die einzige Möglichkeit, um die Täter loszuwerden. Die Betrüger erreichen durch eine geschickte Gesprächsführung, dass die Angerufenen ihr gesamtes Bargeld oder ihre hochwertigen Wertgegenstände an einem Ort deponieren oder an Unbekannte übergeben. Daher der dringende Appell: Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie sofort den Hörer auf. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de. Die Kriminalpolizei sucht nun nach dem beschriebenen Mann. Mögliche Hinweise nimmt die Polizeistation Bad Homburg unter der Rufnummer (06172) 120-0 entgegen.

2. Unbekannte rauben Smartphone,

Bad Homburg, Ritter-von-Marx-Brücke, Montag, 19.01.2026, 17.30 Uhr

(da)Am Montagabend wurde eine Frau in Bad Homburg Opfer eines Raubes. Sie war zuvor in der Innenstadt in einen Streit mit mehreren Jugendlichen geraten, bei dem einer von ihnen ihr ins Gesicht gespuckt hatte. Gegen 17.30 Uhr hielt sich die Frau nun an der Bushaltestelle an der Ritter-von-Marx-Brücke auf, als die Jugendlichen wieder auftauchten. Einer von ihnen stieß die Frau zu Boden, während ein anderer ihr das Smartphone aus der Hand riss. Mit ihrer Beute flüchteten die vier in unbekannte Richtung. Die Polizei ermittelt nun wegen Raubes sowie Beleidigung und fahndet nach den vier Tatverdächtigen. Sie waren 14 bis 16 Jahre alt, männlich, hatten eine schmale Figur und wurden wie folgt beschrieben: Einer war zwischen 1,55 und 1,60 Meter groß, hatte dunkle Haare, eine dunklere Hautfarbe und trug eine graue Jacke. Ein weiterer war etwa 1,75 Meter groß, hatte eine hellere Hautfarbe und trug eine schwarze Jacke. Die beiden anderen Jugendlichen konnten nicht näher beschrieben werden. Mögliche Hinweise nimmt die Polizeistation Bad Homburg unter der Rufnummer (06172) 120-0 entgegen.

3. Bargeld und Schmuck bei Einbruch entwendet, Friedrichsdorf, Köppern, Merianweg, Montag, 19.01.2026, 15 Uhr bis 16.45 Uhr

(da)Am Montagnachmittag kam es in Köppern zu einem Einbruch, bei dem Schmuck und Bargeld gestohlen wurden. Zwischen 15 Uhr und 16.45 Uhr brachen die Täter die Hauseingangstür des Einfamilienhauses im Merianweg auf und durchsuchten anschließend alle Räume. Dabei gelangten sie an verschiedene Schmuckstücke und Bargeld, mit denen sie schließlich auf unbekannte Weise entkamen. Da bisher keine Hinweise auf die Täter vorliegen, bittet die Polizeistation Bad Homburg unter der Rufnummer (06172) 120-0 um Hinweise aus der Bevölkerung.

4. Stromkabel von Baustelle gestohlen, Oberursel, Karl-Hermann-Flach-Straße, Samstag, 17.01.2026, 07:00 Uhr bis Montag, 19.01.2026, 08:00 Uhr

(da)Unbekannte haben am Wochenende mehrere Meter Stromkabel von einer Baustelle in Oberursel gestohlen. In der Karl-Hermann-Flach-Straße werden derzeit Bauarbeiten in einer Turnhalle durchgeführt. Zu diesem Zweck war auch eine Kabeltrommel in der Halle gelagert. Von dieser entwendeten die bislang unbekannten Täter rund 45 Meter Kabel und suchten damit unerkannt das Weite. Mögliche Hinweise zu dem Diebstahl nimmt die Polizeistation Oberursel unter der Rufnummer (06171) 6240-0 entgegen.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 5206 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 723 auf 840. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 598 relativ konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 511 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 87. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen sank von 275 auf 270. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 27061 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.275 5.206
Anzahl der aufgeklärten Fälle 723 840
Anzahl der Verdächtigen 569 598
Anzahl der männlichen Verdächtigen 498 511
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 71 87
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 275 270

Quelle: Bundeskriminalamt

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