Am Montagnachmittag wurde in Korbach aus einem fahrenden Auto mit einer Softairpistole auf Passanten geschossen. Die Polizei hat einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen.
Korbach: Auto mit Softairpistole beschossen, Tatverdächtiger festgenommen

Korbach (ost)
Am Montagnachmittag (9. März) wurde in Korbach aus einem fahrenden Fahrzeug mit einer Softairpistole auf Passanten gezielt und geschossen. Ein Verdächtiger wurde vorübergehend von der Polizei festgenommen. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor den Risiken des Umgangs mit sogenannten Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit.
Um etwa 15.00 Uhr ging bei der Polizei Korbach die Meldung ein, dass in der Flechtdorferer Straße in Korbach aus einem Auto mit HSK-Kennzeichen auf Passanten geschossen worden sein soll.
Die unverzüglich eingeleitete Fahndung der Polizei mit mehreren Streifen- und Zivilwagen war erfolgreich. Das genannte Fahrzeug konnte zunächst lokalisiert werden, wobei der Beifahrer eine Waffe aus dem Fenster hielt und auf eine Radfahrerin zielte. Das Fahrzeug wurde schließlich in der Straße An der Kalkmauer gestoppt und überprüft. Im Fahrzeug befanden sich drei Personen, die zur Identitätsfeststellung zur Dienststelle gebracht wurden. Die Tatwaffe, eine Softairpistole, wurde im Fußraum auf der Beifahrerseite gefunden und sichergestellt. Der Verdächtige, der auf dem Beifahrersitz saß, war ein 30-jähriger Korbacher.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde mit der Softairpistole auch auf eine 13-jährige Person geschossen. Das Mädchen wurde nicht verletzt und nach einer ersten Befragung ihrer Mutter übergeben.
Gegen den 30-jährigen Korbacher wird nun wegen versuchter Körperverletzung ermittelt. Die beschlagnahmte Softairpistole wird untersucht, und je nach Ergebnis wird auch wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Es handelt sich auf jeden Fall um eine Anscheinswaffe, daher wird mindestens ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Die Polizei warnt erneut vor den Gefahren, die der Umgang mit sogenannten Anscheinswaffen mit sich bringen kann. Diese Nachahmungen sind oft nicht sofort als „Spielzeugwaffen“ erkennbar. Die Polizei muss im Einsatz zunächst davon ausgehen, dass es sich um echte und somit gefährliche Waffen handelt.
Aufgrund der Gefahrenabwehr und zum Schutz Dritter muss die Polizei sofort eingreifen, da unüberlegte Handlungen des Waffenträgers im schlimmsten Fall zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch führen können.
Die Polizei warnt daher eindringlich vor solchen gefährlichen Handlungen:
Spielzeugwaffen sollten auch nicht in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Wenn sie echt aussehen, besteht sogar der Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz wegen des Tragens einer Anscheinswaffe. Darüber hinaus werden andere Menschen stark verunsichert oder sogar verängstigt.
Die Polizei sucht Zeugen und mögliche weitere Opfer, auf die geschossen wurde oder auf die gezielt wurde. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Korbach, Tel. 05631-9710.
Dirk Richter
Kriminalhauptkommissar
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, von denen 224 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 308, wovon 283 männlich und 25 weiblich waren. 147 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der Mordfälle auf 229, von denen 216 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 267, wovon 237 männlich und 30 weiblich waren. 130 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








