Eine Seniorin in Korbach wurde mit einem Schockanruf betrogen, bei dem über 85.000 Euro erbeutet wurden. Die Polizei sucht nach Zeugen für die Geldabholung in Korbach.
Korbach: Seniorin betrogen, Polizei sucht Zeugen

Korbach (ost)
Am vergangenen Donnerstag (18. Juni) wurde eine ältere Dame in Korbach Opfer von skrupellosen Betrügern. Mit einer erfundenen Geschichte über einen angeblichen Autounfall ihrer Tochter gelang es den Betrügern, einen großen Geldbetrag zu ergaunern, der schließlich an der Haustür der Frau abgeholt wurde. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die den Geldabholer gesehen haben oder sonstige Hinweise auf die Täter geben können.
Die betagte Dame erhielt gegen 11 Uhr einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Eine weinerlich klingende Frau behauptete, die Tochter des Opfers zu sein. Sie erzählte von einem Autounfall, bei dem ein Kind verletzt wurde. Um dem Kind zu helfen und einer Verhaftung durch die Polizei zu entgehen, benötigte sie 85.000 Euro. Während des Gesprächs meldete sich dann ein Mann zu Wort, der sich als Polizist ausgab. Er sprach akzentfrei Russisch, weshalb die Kommunikation in dieser Sprache fortgesetzt wurde. Der falsche Polizist verlangte sogar 100.000 Euro von der Seniorin, um den Schaden abzuwenden. Die Täter setzten die Rentnerin so unter Druck, dass sie schließlich zwischen 12 und 13 Uhr einem Abholer an ihrer Haustür in der Weizackerstraße einen hohen Geldbetrag übergab. Erst Stunden nach der Tat, als die Tochter der Seniorin ihre Mutter besuchte, wurde der Betrug entdeckt.
Der Geldabholer wurde von der Seniorin als männlich, etwa 170 cm groß und schlank beschrieben. Er hatte einen hellen Teint, kurzes schwarzes Haar und trug eine dunkle Umhängetasche.
Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei in Kassel durchgeführt. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.
Annika Heuschneider
Polizeihauptkommissarin
Quelle: Presseportal








