Kripo warnt vor krimineller Masche. Täter lenken ab, stehlen Karte, tauschen sie aus und nutzen PIN. Polizei gibt Tipps zur Prävention.
Kreis Groß-Gerau: Warnung vor Trickdiebstählen an Geldautomaten

Kreis Groß-Gerau (ost)
Am 6. Februar hat eine 79-jährige Seniorin in einer Bankfiliale in Nauheim an einem Bankautomaten eine Überweisung getätigt. Währenddessen sprach sie ein Unbekannter an, der sie auf einen Geldschein auf dem Boden aufmerksam machte. Der Dieb nutzte die Ablenkung, um die Bankkarte der Frau zu stehlen und durch eine zuvor gestohlene Karte auszutauschen. Danach gab es mehrere Abbuchungen und Überweisungen mit der Karte der Seniorin in Höhe von mehreren tausend Euro. Im Zeitraum von Ende Januar bis Anfang Februar wurden der Polizei sechs weitere ähnliche Fälle im Kreis Groß-Gerau gemeldet.
Die Ermittler des Kommissariats 21/22 der Rüsselsheimer Kriminalpolizei, zuständig für Eigentumskriminalität, warnen vor dieser Betrugsmasche. Die Täter lenken die Opfer ab, um die PIN auszuspionieren und nutzen den Geldschein auf dem Boden, um unbemerkt die Bankkarte zu stehlen. Anschließend wird die Karte durch eine zuvor gestohlene ersetzt. Die Opfer werden oft bedrängt. In einigen Fällen wurden die Geldautomaten wahrscheinlich so manipuliert, dass die eingesteckte Karte stecken bleibt.
Empfehlungen der Polizei:
Halten Sie einen angemessenen Abstand zu anderen Personen ein. Bitten Sie aufdringliche Personen höflich, Abstand zu halten.
Bedecken Sie beim Eingeben Ihrer PIN das Tastaturfeld mit Ihrer freien Hand oder einem Gegenstand.
Wenn Ihre Bankkarte von einem Automaten eingezogen wurde oder Sie plötzlich im Besitz der Karte einer anderen Person sind, bitten Sie einen anderen Kunden, einen Bankmitarbeiter zu rufen. Bei Automaten außerhalb von Banken rufen Sie die Bank per Handy an.
Informieren Sie außerhalb der Öffnungszeiten von Banken und Kreditinstituten sofort die Polizei.
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge auf verdächtige Abbuchungen.
Im Falle eines Missbrauchs oder Verlusts lassen Sie Ihre Bankkarte sofort über den Sperrnotruf 116 116 sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:
https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/betrueger-am-bankautomat-shoulder-surfer/
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-an-geldautomaten/
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 auf 4224. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 2653 auf 2828. Davon waren 1806 männlich, 847 weiblich und 851 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu war Berlin im Jahr 2023 die Region mit den meisten registrierten Fällen von Cyberkriminalität in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.798 | 10.106 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.961 | 4.224 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.653 | 2.828 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.806 | 1.918 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 847 | 910 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 851 | 915 |
Quelle: Bundeskriminalamt








