Ein Mann wurde um 98.000 Euro betrogen, nachdem er sich als Bankmitarbeiter ausgab. Die Kripo warnt vor der Betrugsmasche.
Kreis Offenbach: Geldbetrug durch falschen Bankmitarbeiter

Kreis Offenbach (ost)
(lei) Ein Mann aus dem Kreis Offenbach wurde letzte Woche Opfer einer raffinierten Betrugsmasche, bei der ihm viel Bargeld gestohlen wurde. Ein unbekannter Täter hatte zuvor auf unbekannte Weise Zugriff auf seine Online-Banking-Daten erhalten.
Unter Verwendung einer manipulierten, sogenannten „gespooften“ Rufnummer, die die Telefonnummer der Hausbank anzeigte, rief der Betrüger den Mann an und gab sich als Bankangestellter aus. Beim „Call ID Spoofing“ wird die angezeigte Telefonnummer technisch so verändert, dass dem Angerufenen eine vertraute oder offizielle Nummer angezeigt wird, obwohl der Anruf von einem anderen Anschluss stammt.
Der Anrufer behauptete, dass ein dringendes System-Update erforderlich sei, das der Kontoinhaber nur über seine Banking-App bestätigen müsse. Der Angerufene folgte den Anweisungen im Glauben, mit seiner Bank zu sprechen.
Tatsächlich genehmigte er mit seinen Eingaben mehrere Bargeldabhebungen, die der Täter dann in verschiedenen Geschäften durchführte. Insgesamt wurden 98.000 Euro abgehoben. Der Betrug wurde erst später entdeckt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
In diesem Kontext warnt die Kripo erneut vor derartigen Betrugsmaschen und gibt folgende Ratschläge:
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 auf 4224 an. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 auf 2828 an, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 1806 auf 1918 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 847 auf 910 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 851 auf 915 an. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.798 | 10.106 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.961 | 4.224 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.653 | 2.828 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.806 | 1.918 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 847 | 910 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 851 | 915 |
Quelle: Bundeskriminalamt








