Die mittelhessische Polizei sorgt für Sicherheit während der Faschingssession und verstärkt Verkehrskontrollen wegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.
Lahn-Dill-Kreis: Polizei-Einsatz an Fasching

Giessen (ost)
Mit Schnee, Frost und Temperaturen um den Gefrierpunkt zeigt der Winter momentan seine Stärke und lässt noch keine Gedanken an die wärmere Jahreszeit aufkommen. Trotzdem gewinnt die 5. Jahreszeit an Fahrt. Die diesjährige Faschingssession erreicht nicht nur in den Fastnachtshochburgen in Mittelhessen ihren Höhepunkt. Um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten und allen eine fröhliche und unbeschwerte Teilnahme an den zahlreichen Feierlichkeiten, Veranstaltungen und Umzügen zu ermöglichen, ist die mittelhessische Polizei während der „tollen Tage“ im Einsatz.
Die Polizei möchte betonen, dass sie nicht als Spielverderber oder Spaßbremse angesehen werden soll, sondern als Partner für sicheres Feiern. Damit mehrere zehntausend Besucher in unterschiedlichen Kostümen und Verkleidungen entlang der Zugstrecken der vielen Fastnachtsumzüge in Mittelhessen stehen und das närrische Treiben genießen können, arbeitet die Polizei eng mit den kommunalen Verantwortlichen zusammen, die umfangreiche Sicherheitskonzepte entwickelt haben.
Trotz aller Freude und Feierlichkeit weist die Polizei eindringlich auf die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr hin. Sie gehören zu den häufigsten Gründen für schwere Verkehrsunfälle. In den kommenden zwei Wochen wird die Polizei im gesamten Polizeipräsidium Mittelhessen, also in den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf, dem Lahn-Dill-Kreis und dem Wetteraukreis, ihre Verkehrskontrollen tagsüber und nachts verstärken. Die Ordnungshüter in Mittelhessen appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmer, nicht unter Alkoholeinfluss oder anderweitig berauscht zu fahren. Wer betrunken oder berauscht fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Die Polizei empfiehlt daher:
Fasching wird auch durch die Vielzahl kreativer Verkleidungen geprägt. Wir möchten jedoch alle Feiernden dazu ermutigen, auf provokante, diskriminierende oder geschmacklose Kostüme zu verzichten. Besonders problematisch sind Verkleidungen mit täuschend echt aussehenden Attrappen von Waffen, die kaum von echten Waffen zu unterscheiden sind, sowie solche mit militärischem oder polizeilichem Bezug, wie z.B. SEK- oder Einsatzuniformen. Solche Kostüme und Waffenimitationen führen zu unnötiger Beunruhigung der Feiernden, stellen unsere Einsatzkräfte vor große Herausforderungen und können Polizeieinsätze provozieren. Es sei jedoch betont, dass kindgerechte Verkleidungen mit eindeutig als Spielzeug erkennbaren „Kinderwaffen“ davon nicht betroffen sind.
Ein ernstes Thema sind sogenannte K.O.-Tropfen. Täter mischen sie heimlich in Getränke, um ihre Opfer willenlos zu machen. Die Folgen reichen von Gedächtnislücken über schwere gesundheitliche Schäden bis hin zu sexualisierten Straftaten. Lassen Sie Getränke nie unbeaufsichtigt stehen, nehmen Sie keine offenen Getränke von Unbekannten an und sprechen Sie bei plötzlichem Unwohlsein sofort Freundinnen, Freunde oder das Personal an. Zögern Sie nicht, die Polizei zu informieren – lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.
Wir bitten um Ihre Unterstützung für ein unbeschwertes Faschingsvergnügen: Seien Sie närrisch, fröhlich, kreativ, feiern Sie ausgelassen und friedlich zusammen. Respekt und Rücksichtnahme tragen dazu bei, dass alle die närrische Zeit genießen können. Außerdem bittet die Polizei alle Feiernden, aufeinander aufzupassen. Wer verdächtige Situationen bemerkt, sollte nicht wegsehen. Sprechen Sie Betroffene an, holen Sie Hilfe oder informieren Sie frühzeitig die Polizei. Zivilcourage kann verhindern, dass aus einer Situation eine Straftat wird.
Feiern Sie ausgelassen, aber verantwortungsbewusst. Achten Sie auf sich und andere und tragen Sie dazu bei, dass Fasching für alle zu einer schönen Erinnerung wird. Die mittelhessische Polizei wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern eine fröhliche, sichere und friedliche Fastnacht!
Tobias Schwarz, Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, wobei 22378 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 19168, darunter 17079 Männer und 2089 Frauen. 6494 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 26518, wobei 23101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 nahezu konstant, wobei 17106 Männer und 2027 Frauen verdächtigt wurden. 7004 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








