Nach dem Speedmarathon in Mittelhessen wurden bei über 50 Kontrollstellen 1.993 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. 16 Fahrer müssen mit Fahrverboten rechnen.
Lahn-Dill-Kreis: ROADPOL Speedmarathon in Mittelhessen,16 Fahrverbote bei Geschwindigkeitskontrollen

Giessen (ost)
ROADPOL Speedmarathon – 16 Fahrverbote bei Überprüfungen in Mittelhessen
Nach der gestrigen Durchführung des Speedmarathons zieht die Polizei in Mittelhessen eine Bilanz. An den über 50 zuvor angekündigten Messstellen in Mittelhessen stellten die Kontrolleure bei insgesamt 1.993 Fahrzeugen Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Darunter befinden sich 16 Fahrer, die deutlich zu schnell unterwegs waren und nun mit einem Fahrverbot rechnen müssen.
Der „Spitzenreiter“ der Kontrollen in Mittelhessen war ein Motorradfahrer im Lahn-Dill-Kreis. Das Motorrad wurde auf der Bundesstraße 255 nahe Herborn-Hörbach in einer Baustelle mit 101 km/h gemessen. Erlaubt waren 50 km/h. Das bedeutet: ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte im Fahreignungsregister und 400 Euro Bußgeld.
Auch ein Verkehrsteilnehmer mit seinem Mercedes in Bad Nauheim im Wetteraukreis hatte es eilig. Das Auto fuhr innerorts in der Straße „Am Taubenbaum“ mit 85 km/h statt der erlaubten 50 km/h. Nach Abzug der Toleranz ergibt sich eine Überschreitung von 32 km/h. Der Fahrer muss nun mit einem Bußgeld von 260 Euro, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg rechnen.
Auf der Bundesstraße 62 in Höhe Betziesdorf im Landkreis Marburg-Biedenkopf wurden innerhalb weniger Minuten zwei erhebliche Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Ein BMW und ein VW waren mit 151 km/h und 154 km/h unterwegs, obwohl nur 100 km/h erlaubt waren. Nach Abzug der Toleranzen ergaben sich Überschreitungen von 46 km/h und 49 km/h. Die Fahrer müssen nun für einen Monat zu Fuß gehen und jeweils mit zwei Punkten in Flensburg sowie einem Bußgeld von 320 Euro rechnen.
Im Baustellenbereich auf der Autobahn 45 in Höhe der Anschlussstelle Herborn-Süd wurde ein Mercedes mit ausländischen Kennzeichen von den Kontrolleuren gestoppt. Die Geschwindigkeitsmessung ergab 136 km/h. Nach Abzug der Toleranz war der Fahrer 51 km/h zu schnell unterwegs, obwohl nur 80 km/h erlaubt waren. Da der Fahrer keinen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er eine Sicherheitsleistung von 1.050 Euro hinterlegen.
Bei einer Kontrollstelle in Gießen an der Bundesstraße 457 wurde ein Opel aus dem Verkehr gezogen. Der Pkw hatte polnische Kennzeichen, die von einem anderen Fahrzeug stammten. Zudem bestand der Verdacht, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Seine Fahrt war somit beendet. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauchs und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt.
Alisa Jockel
Pressesprecherin
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon endeten 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% der Gesamtzahl ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% ausmacht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








