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Lahn-Dill-Kreis: Warnung vor Schockanrufen in Mittelhessen

Kriminalpolizei warnt vor betrügerischen Anrufen in mehreren Landkreisen. Gauner geben sich als Polizeibeamte aus und versuchen mit perfiden Maschen Geld zu ergaunern.

Symbolbild - Schockanruf
Foto: Presseportal.de

Giessen (ost)

Mittelhessen: Kriminalpolizei warnt vor Schockanrufen in mehreren Landkreisen

Derzeit gehen vermehrt betrügerische Anrufe in verschiedenen Landkreisen bei Bürgerinnen und Bürgern ein, wie die Kriminalpolizei im Polizeipräsidium Mittelhessen mitteilt. Am Donnerstag (11.06.2026) gaben sich die Betrüger im Wetteraukreis und im Landkreis Marburg-Biedenkopf als Polizeibeamte aus. Sie erzählten den Angerufenen von einer Einbrecherbande, bei der ein Teil bereits festgenommen wurde und ein anderer Teil noch auf der Flucht sei. Ein Festgenommener hatte angeblich einen Zettel mit dem Namen des Angerufenen bei sich. Es wird angenommen, dass die angerufene Person das nächste Opfer sein könnte. Zur Sicherheit solle ein Kollege vorbeikommen, um Bargeld und Wertgegenstände vorübergehend in Verwahrung zu nehmen.

Im Lahn-Dill-Kreis versuchten die Betrüger mit der Geschichte eines schweren Verkehrsunfalls, bei dem ein nahestehender Angehöriger des Angerufenen beteiligt war, ihr Glück. Dabei sei eine Person ums Leben gekommen und dem Angehörigen drohe nun Gefängnis. Durch die Zahlung einer Kaution könne die Inhaftierung jedoch abgewendet werden. Bisher gibt es keine Berichte über erfolgreiche Betrugsfälle am heutigen Tag.

Es wird empfohlen, keine Informationen über Vermögensverhältnisse preiszugeben und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie selbst die Polizei, auch über den Notruf 110. Die Polizei wird niemals um Geld bitten. Im Zweifelsfall sollten Verwandte, Nachbarn oder Vertrauenspersonen hinzugezogen werden. Geben Sie niemals Geld, Wertgegenstände oder Bankunterlagen an Unbekannte weiter. Außerdem ist es ratsam, Familienmitglieder und Bekannte über Betrugsmaschen zu informieren. Weitere Tipps zum Schutz vor Betrug finden Sie auf www.polizei-beratung.de.

Tobias Schwarz, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

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