Polizei und Schüler sensibilisieren für Geschwindigkeitsgefahren im Nahbereich von Schulen. Gelbe Karten für Raser, grüne Karten für Vorbilder.
Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Erfolgreiche Verkehrskontrolle mit Schulkindern

Hersfeld-Rotenburg (ost)
Hauneck. Mit einer besonderen Verkehrskontrolle machte der Regionale Verkehrsdienst Hersfeld-Rotenburg gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 4b der Astrid-Lindgren-Schule am Mittwoch (26.08.) auf die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam. Unter dem Motto “Blitz für Kids” fand im Bereich der Schule in Hauneck-Unterhaun am Vormittag eine Geschwindigkeitsmessung statt. Tatkräftig unterstützt wurden die Kinder der und die Polizei durch die Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg e.V..
Kinder als Botschafter der Verkehrssicherheit
Ziel war es, das Gefahrenbewusstsein der Verkehrsteilnehmenden, insbesondere im Nahbereich von Schulen zu schärfen. Insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich gemeinsam mit den Einsatzkräften des Regionalen Verkehrsdienstes Hersfeld-Rotenburg aktiv an der Aktion und waren mit Spaß dabei.
Gelbe Karten und Zitronen für Raser
Insgesamt wurde die Geschwindigkeit von 42 Fahrzeugen gemessen. 16 Fahrer überschritten die erlaubte Geschwindigkeit von 30 km/h und erhielten von den Schulkindern eine gelbe Karte sowie eine symbolische Zitrone. Verstöße im Bußgeldbereich gab es glücklicherweise nicht, allerdings mussten zwei Fahrer ein Verwarngeld wegen dem Verstoß gegen die Gurtpflicht bezahlen. Die ungewöhnliche Geste einer überreichten Zitrone sollte die Fahrer zum Nachdenken anregen und für mehr Sensibilität und Rücksichtnahme im Straßenverkehr sorgen.
Grüne Karten und Rosen für Vorbilder
Gleichzeitig wurden 26 Fahrer für ihre vorbildliche Fahrweise belohnt. Sie erhielten von den Kindern eine grüne Karte und eine duftende Rose als Dankeschön für ihre rücksichtsvolle Fahrweise. Diese positiven Erlebnisse sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für sicheres und regelkonformes Fahren in der Nähe von Schulen zu stärken.
Mit “Blitz für Kids” setzten die Polizei und die Schülerinnen und Schüler gemeinsam ein Zeichen für mehr Sicherheit auf dem Schulweg, denn überhöhte Geschwindigkeit zählt nach wie vor zu den häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle. Besonders im Umfeld von Schulen und Kindergärten ist deshalb erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Kinder können Verkehrssituationen oft noch nicht so gut einschätzen wie Erwachsene und werden zudem aufgrund ihrer Körpergröße leichter übersehen. “Die Kinder haben heute mit viel Engagement gezeigt, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Gerade die persönliche Rückmeldung durch die Schülerinnen und Schüler – ob mit Rose oder Zitrone – erreicht die Verkehrsteilnehmenden noch einmal auf eine ganz andere Weise als eine gewöhnliche Kontrolle”, erklärt die Leiterin des Regionalen Verkehrsdienstes Hersfeld-Rotenburg Polizeihauptkommissarin Wiebke Noll. “Dass mehr als ein Drittel der gemessenen Fahrzeuge zu schnell unterwegs war, zeigt zugleich, dass solche Aktionen weiterhin notwendig sind. Wir werden deshalb auch künftig rund um Schulen genau hinschauen.” Die verteilten Rosen und Zitronen sollten auf eine besondere und persönliche Weise daran erinnern, wie wichtig Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit und eine angepasste Geschwindigkeit – vor allem im Umfeld von Schulen – sind.
(Regionaler Verkehrsdienst Hersfeld-Rotenburg)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon endeten 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% aller Unfälle ausmacht. Innerhalb von Ortslagen ereigneten sich 14.839 Unfälle, was 10,2% aller Unfälle entspricht. Außerhalb von Ortslagen (ohne Autobahnen) gab es 7.577 Unfälle, was 5,21% aller Unfälle ausmacht. Auf Autobahnen wurden 3.013 Unfälle verzeichnet, was 2,07% aller Unfälle entspricht. Insgesamt gab es 188 Todesopfer, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








