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Landkreis Kassel: Großkontrolle an Tank- und Rastanlage Kassel-Ost

Nur zwölf von 72 Fahrzeugen blieben unbeanstandet. Die Polizei Nordhessen führte eine Verkehrskontrolle durch, bei der Alkohol- und Drogenbeeinflussung sowie Schwerverkehr im Fokus standen.

Kontrolle an der Tank- und Rastanlage Kassel-Ost durch Polizei Nordhessen.
Foto: Presseportal.de

Kassel (ost)

Kassel: In der Nacht zum heutigen Freitag führten die Ordnungshüter Nordhessens gemeinsam mit Beamten des Polizeipräsidiums Mittelhessen und der Polizei Niedersachsen eine umfangreiche Verkehrskontrolle auf der Raststätte Kassel-Ost an der Autobahn 7 durch. Der Fokus lag auf Alkohol- und Drogenkonsum sowie den spezifischen Anforderungen des gewerblichen Schwerverkehrs. Das Ziel war eine gründliche Überprüfung der eingesetzten Fahrzeuge und Fahrer, weshalb die Polizeikräfte zusätzliche Unterstützung von Fachbehörden wie dem Bundesamt für Güterverkehr und Mobilität sowie einer Zollstreife erhielten. Die Gefahrgutüberwachungen der Städte Hofgeismar und Kassel, ein externer Gefahrgutspezialist, das Straßenverkehrsamt des Landkreises Kassel und das Regierungspräsidium Kassel, Abteilung Arbeitsschutz, begleiteten ebenfalls die Kontrollen. Das Technische Hilfswerk (THW) sorgte dankenswerterweise für Beleuchtung, Wetterschutz und logistische Unterstützung. Ergebnis der Kontrollen: Nur zwölf von 72 angehaltenen Fahrzeugen wurden nicht beanstandet.

Die 72 Fahrzeuge wurden zwischen 18 Uhr und 2 Uhr nachts angehalten und Fahrer sowie Fahrzeuge auf ihre Verkehrstüchtigkeit überprüft. Insgesamt war die Ladung in zwölf Fällen unzureichend gesichert, wobei drei Gefahrguttransporte und ein Abfalltransport auffällig waren. In 21 Fällen wurde den Fahrern die Weiterfahrt untersagt, bis die Mängel an ihren Fahrzeugen behoben waren, beispielsweise durch zusätzliche Ladungssicherung oder Umladen bei Überladung. Fehlender Versicherungsschutz oder Fahren ohne Fahrerlaubnis führte in einigen Fällen zum endgültigen Stopp an der Raststätte. So zum Beispiel bei einem Lieferwagen, der ohne gültige Haftpflichtversicherung gefahren wurde. Die Beamten entwerteten die Kennzeichen vor Ort und leiteten ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein. In einem anderen Fall besaß der Fahrer eines „40-Tonners“ nicht die erforderliche Fahrerlaubnis. Zudem hatte er mehrmals Fahrten ohne Fahrerkarte unternommen. Diese muss jedoch im Kontrollgerät stecken, damit Fahrten und Lenkzeiten automatisch erfasst werden. Er fuhr ohne Karte in die Kontrollstelle und steckte sie erst auf dem Parkplatz ein. Auch gegen ihn wird nun ermittelt.

Wegen Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten, wie zum Beispiel Lenkzeitüberschreitungen, fehlende Pausen, Fahren ohne Karte oder Manipulationsverdacht, erstatteten die Beamten insgesamt 25 Anzeigen. Zudem wiesen sieben der angehaltenen Fahrzeuge erhebliche technische Mängel an Beleuchtung, Reifen oder der Windschutzscheibe auf. Bei Gefahrguttransporten wurden neben unzureichender Sicherung in zwei Fällen nicht ordnungsgemäß gekennzeichnete Versandstücke festgestellt. Anzeigen richten sich hier nicht nur gegen die Fahrer, sondern auch gegen Versender und Absender.

Während der Kontrollen wurden vor Ort Sicherheitsleistungen (zur Sicherung von Straf- und Bußgeldverfahren gegen nicht in Deutschland ansässige Fahrer) sowie Verwarnungsgelder in Höhe von insgesamt rund 4.500 Euro erhoben. Ein positiver Aspekt der Kontrollen: Von den 72 überprüften Fahrern wurde nur bei einem eine Fahruntüchtigkeit festgestellt. Er stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Angesichts des Schwerpunkts der Kontrollen auf „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ ist diese Zahl überschaubar, auch wenn jeder Verstoß in diesem Bereich stets einer zu viel ist.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon endeten 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Unfälle aus, was 4,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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