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Landkreis Kassel: Seniorin betrogen mit Schockanruf

Dreiste Täter erbeuteten Tausende Euro und Schmuck mit gefälschtem Polizeianruf, Polizei sucht Zeugen nahe Bossentalpark.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Fuldatal (Landkreis Kassel):

Mit der Schockanruf-Masche haben dreiste Betrüger am gestrigen Dienstag mehrere Tausend Euro und Schmuck von einer Seniorin aus Kassel erbeutet. Das Opfer hatte am Mittag gegen 12 Uhr einen Anruf auf dem Festnetzanschluss erhalten, bei dem sich eine Frau als Polizistin ausgab und schilderte, dass die Tochter der Seniorin einen tödlichen Unfall verursacht habe, weshalb nun eine Gefängnisstrafe drohe. Nur durch die Zahlung einer Kaution könne die Haft abgewendet werden, so die vermeintliche Polizeibeamtin. Aufgrund des hohen Drucks, den die Täterin am Telefon ausübte, stellte die schockierte Frau eine vierstellige Summe und Schmuckstücke in Aussicht. In dem Glauben, ihrer Tochter zu helfen, übergab sie eine Tasche mit dem Geld und dem Schmuck gegen 13 Uhr im Wohngebiet zwischen dem Bossentalpark und der Fuhrmannsbreite an einen angeblich von der Polizei geschickten Abholer. Am Abend flog der Betrug schließlich auf, als die hochbetagte Frau bei der „echten“ Polizei anrief.

Die weiteren Ermittlungen werden von den Beamten der EG SÄM der Kasseler Kripo geführt. Sie bitten um Hinweise auf den Geldabholer, bei dem es sich um einen jungen Mann gehandelt haben soll. Eine nähere Beschreibung des dreisten Täters war der Seniorin, die altersbedingt bereits stark eingeschränkt ist, nicht möglich.

Wer am gestrigen Dienstagmittag im Bereich der Geldabholung im Stadtteil Wolfsanger-Hasenhecke, nahe des Bossentalparks, verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, wird gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 haben sich leicht verringert. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle lag bei 224 im Jahr 2022 und bei 216 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 308 im Jahr 2022 und 267 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 283 männlich und 25 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 237 männliche und 30 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen betrug 147 im Jahr 2022 und 130 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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