Autofahrer mit 119 km/h unter Drogeneinfluss erwischt. Polizei kontrolliert Geschwindigkeit im Rahmen der Aktion „Blitz for Kids“.
Landkreis Kassel: Verkehrskontrolle in Bad Wilhelmshöhe

Kassel (ost)
Kassel-Bad Wilhelmshöhe:
Am heutigen Dienstagmorgen führten Polizeibeamte der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Nordhessen eine Verkehrskontrolle im Rahmen der Aktion „Blitz for Kids“ in der Eugen-Richter-Straße in Kassel durch. Um die Sicherheit der Kinder, die in der Nähe eine Grundschule, Kindertagesstätten und die Jugendverkehrsschule besuchen, zu gewährleisten, kontrollierten die Beamten den dortigen Verkehr. Die erfahrenen Polizisten stellten fest, dass viele Autofahrer bei nebligem Wetter darauf vertrauten, dass ihre Fahrzeugtechnik ausreicht und daher auf das Einschalten des Abblendlichts verzichteten. Dies führte dazu, dass die Fahrzeuge hinten nicht beleuchtet waren, was aufgrund der eingeschränkten Sicht ein Sicherheitsrisiko darstellte.
Zwischen 8:00 Uhr und 9:30 Uhr überprüften die Beamten die Geschwindigkeit der Fahrer, die in Richtung Druseltalstraße unterwegs waren, mit einem Laserhandmessgerät. 7 Prozent der Fahrer überschritten die erlaubten 50 km/h und wurden von der Polizei angehalten. Während die meisten Überschreitungen geringfügig waren, gab es auch einen traurigen Rekordhalter, der mit 119 Stundenkilometern gemessen wurde. Bei der Kontrolle des 36-jährigen Autofahrers stellten die Beamten fest, dass er offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein anschließender Drogentest reagierte positiv auf Amphetamine im Urin des Mannes, daher musste er die Beamten zur Dienststelle begleiten und sich einer Blutentnahme unterziehen. Auch sein 27-jähriger Beifahrer wurde wegen des Fundes von Drogen mit auf die Wache genommen. Da die beiden Männer aus Belarus keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, wurden sie erst nach Zahlung einer Sicherheitsleistung freigelassen.
Aktion „Blitz for Kids“
Die Polizei in Stadt und Landkreis Kassel beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion „Blitz for Kids“. Ziel der Aktion ist es, die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich der Kinder, im Straßenverkehr zu verbessern. Besonders zu Schulbeginn, wenn viele Kinder zum ersten Mal den Schulweg antreten, sowie nach den Ferien ist es von großer Bedeutung, dass sich andere Verkehrsteilnehmer aufmerksam verhalten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle aufgezeichnet, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 im Jahr 2022 auf 23101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen höher war als der der weiblichen Verdächtigen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 im Jahr 2022 auf 7004 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








