Ein 42-jähriger Mann brach in ein Wohnhaus in Korbach ein, bedrohte die Bewohner mit einem Messer und wurde festgenommen. Die Polizei erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen schweren Raubes.
Landkreis Waldeck-Frankenberg: Einbruch in Korbach, Täter mit Messer festgenommen

Korbach (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kassel und der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg
Am Dienstag (13. August) gegen 03.00 Uhr drang ein zunächst Unbekannter gewaltsam in ein Wohnhaus in der Korbacher Innenstadt ein. Er traf auf die wach gewordenen Bewohner, von denen er mit einem Messer drohend Geld forderte. Die Bewohner konnten flüchten und blieben unverletzt. Die Polizei konnte einen 42-jährigen Verdächtigen aus Korbach kurz nach der Tat in der Nähe des Tatorts festnehmen. Das Amtsgericht Kassel hat am Mittwoch (14. August) einen Haftbefehl gegen den Verdächtigen erlassen.
Der zunächst unbekannte Täter hatte am Dienstag gegen 03.00 Uhr eine Terassentür eines Mehrfamilienhauses in der Korbach Innenstadt eingeschlagen. Durch die entstandene Öffnung stieg er in das Haus ein. Dort traf er auf ein Ehepaar, das durch den Lärm wach geworden war. Der Täter hielt ein Messer in der Hand und forderte von den Bewohnern die Herausgabe von Geld. Diesen gelang es aber, in einen anderen Raum zu flüchten und die Tür zuzuhalten. Der Täter versuchte vergeblich die Tür zu öffnen. Das Ehepaar konnte schließlich aus dem Haus flüchten, es brachte sich in der Nachbarschaft in Sicherheit und verständigte die Polizei. Der Täter entwendete nach der Flucht der Bewohner eine Handtasche, eine Geldbörse mit einer geringen Menge Bargeld und Ausweispapiere und andere Gegenstände aus dem Haus und flüchtete.
Nur wenige Minuten nach der Verständigung konnten Polizeibeamte der Polizeistation Korbach in Tatortnähe einen Verdächtigen antreffen. Da die Beschreibung des Täters auf ihn zutraf, wurde er kontrolliert und durchsucht. Dabei erhärtete sich der Verdacht, es konnte Diebesgut und weiteres Beweismaterial aufgefunden werden. Es folgte die vorläufige Festnahme des polizeibekannten 42-Jährigen. Da der Verdacht auf Drogenkonsum bestand, wurde eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel erließ das Amtsgericht Kassel am Mittwoch (14. August) einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des schweren Raubes. Der 42-Jährige befindet sich jetzt in einer Justizvollzugsanstalt.
Die weiteren Ermittlungen in dieser Angelegenheit werden von der Kriminalpolizei Korbach und der Staatsanwaltschaft Kassel durchgeführt, die auch wegen mehrerer Straftaten gegen den 42-Jährigen ermitteln. Er steht im Verdacht, in den letzten Wochen und Monaten in Korbach mehrere Eigentumsdelikte und andere Straftaten begangen zu haben.
Dirk Richter,
Pressesprecher, Tel. 05631/971-160
Dr. Stephan Schwirzer,
stellvertretender Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 056/-912-2758
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2021/2022
Die Raubüberfallraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 an. Im Jahr 2021 wurden 2358 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 2871 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1533 im Jahr 2021 auf 1785 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 1969 im Jahr 2021 auf 2173 im Jahr 2022. Unter den Verdächtigen waren 1779 Männer und 190 Frauen im Jahr 2021, im Jahr 2022 waren es 1974 Männer und 199 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 952 im Jahr 2021 auf 1077 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 11270 registrierten Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.358 | 2.871 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.533 | 1.785 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.969 | 2.173 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.779 | 1.974 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 190 | 199 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 952 | 1.077 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 25.216 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 24.363 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank von 23.331 im Jahr 2021 auf 22.378 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls von 19.820 auf 19.168 zurück. Unter den Verdächtigen waren 17.704 Männer und 2.116 Frauen im Jahr 2021, während es im Jahr 2022 17.079 Männer und 2.089 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6.321 im Jahr 2021 auf 6.494 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70.510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 25.216 | 24.363 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 23.331 | 22.378 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.820 | 19.168 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.704 | 17.079 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.116 | 2.089 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.321 | 6.494 |
Quelle: Bundeskriminalamt








