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Landkreis Waldeck-Frankenberg: Hohe Geldbeträge erbeutet mit Schockanrufen

Unbekannte erbeuten mehrere zehntausend Euro von hochbetagten Opfern in Frankenberg durch perfide Masche der Schockanrufe. Polizei sucht dringend nach Zeugen.

Foto: Depositphotos

Korbach (ost)

Frankenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg):

Offenbar gab es gestern in Frankenberg zwei Betrugsfälle, bei denen Unbekannte mit der perfiden Methode der Schockanrufe mehrere zehntausend Euro gestohlen haben. Die Täter informierten die beiden älteren Opfer auf Russisch darüber, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe und dabei eine andere Person schwer verletzt habe. Nur durch die Zahlung einer hohen Kaution könne verhindert werden, dass das Familienmitglied sofort ins Gefängnis müsse. Unter massivem Druck und in großer Sorge übergaben die älteren Damen schließlich die hohen Geldbeträge an ihrer Haustür. Die Ermittler der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Nordhessen suchen nun nach Zeugen, die Hinweise auf die unbekannten Geldabholer geben können.

In beiden Fällen holten die Täter, die sich als Polizeibeamte ausgaben, das Geld an der Haustür der älteren Opfer in einem Wohngebiet nördlich der Ruhrstraße ab. Die erste Übergabe fand gegen 10:30 Uhr statt, als eine der Rentnerinnen das Geld an einen schlanken, sportlich gekleideten Mann mit dunklerem Teint übergab, der dann in unbekannte Richtung ging. Gegen 20 Uhr erschien ein anderer Täter bei der anderen Dame, die nur wenige hundert Meter entfernt wohnte und das Bargeld in eine schwarze Ledertasche gesteckt hatte. Der vermeintliche Polizist wurde als 25 bis 30 Jahre alt, von normaler Statur und mit schwarzen Haaren beschrieben, außerdem trug er eine schwarze Lederjacke und eine schwarze Hose. Auch er ging zu Fuß in unbekannte Richtung davon.

In beiden Fällen konnten die Geldabholer trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen nicht gefasst werden. Personen, die den Ermittlern Hinweise auf die beschriebenen Männer geben können oder verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der Tatorte beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gesunken. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur 229 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist ebenfalls zurückgegangen, von 224 im Jahr 2022 auf 216 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls gesunken, von 308 auf 267. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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