Sonderkontrollen der Polizei mit dem Schwerpunkt Alkohol und Drogen, sechs Fahrer unter Drogeneinfluss unterwegs. Spezialisierte Beamte setzen klare Zeichen für mehr Verkehrssicherheit.
Landkreis Waldeck-Frankenberg: Polizeikontrollen in Bad Wildungen

Korbach (ost)
Spezialisierte Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Nordhessen setzen weiterhin klare Signale für mehr Verkehrssicherheit. Mit geschultem Personal führten die Einsatzkräfte am Mittwoch (25. Februar) stationäre Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt „Alkohol- und Drogen im Straßenverkehr“ durch. Ziel der Kontrollen war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und andere Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren durch nicht mehr fahrtüchtige Fahrer zu schützen. Bei den Kontrollen in Bad Wildungen, Bad Wildungen-Mandern und Waldeck-Netze stellten die Polizisten neben anderen Verkehrsverstößen insgesamt sechs Verkehrsteilnehmer fest, die unter dem Einfluss von Drogen ein Fahrzeug führten.
Zwischen 11.00 und 15.30 Uhr hielten die erfahrenen Polizeibeamten an drei gleichzeitig eingerichteten Kontrollstellen zahlreiche Verkehrsteilnehmer an.
An der Kontrollstelle am Sportplatz in Waldeck-Netze hielten die Polizeibeamten einen 26-jährigen Fahrer an. Da der Drogenvortest den Verdacht auf Haschischkonsum ergab, wurde eine Blutentnahme angeordnet und die Weiterfahrt untersagt. Ein Autofahrer präsentierte bei der Kontrolle einen gefälschten serbischen Führerschein. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt, auch er durfte nicht weiterfahren. Ein spanischer Fahrer hatte sein Fahrzeug nicht ordnungsgemäß umgemeldet, es besteht der Verdacht auf Verstoß gegen die Abgabenordnung und Steuerhinterziehung.
In Bad Wildungen kontrollierten die Polizeibeamten in der Bahnhofstraße. Hier hielten sie einen 31-Jährigen an, bei dem sich der Verdacht auf Drogenkonsum ergab. Da der Verdacht durch einen Drogenvortest bestätigt werden konnte, wurde eine Blutentnahme durchgeführt und der Autoschlüssel sichergestellt.
Die meisten Verkehrsverstöße wurden an der Kontrollstelle in Bad Wildungen-Mandern festgestellt. Ein 30-jähriger Mann aus Dessau hatte offenbar kurz vor der Kontrolle Cannabis konsumiert, der Geruch im Auto war für die erfahrenen Polizeibeamten eindeutig wahrnehmbar. Bei einem 43-jährigen Mann aus Fuldabrück ergab ein Drogenvortest den Verdacht auf Cannabis-Konsum. Auch ein 32-jähriger Mann aus Waldeck hatte offenbar Drogen konsumiert, bei ihm waren die Vortests auf Cannabis und Amphetamin positiv.
Bei einer 35-jährigen Frau aus Bad Wildungen musste kein Drogenvortest durchgeführt werden, sie hatte von sich aus den Konsum von Cannabis am Vortag und von weiteren Drogen am vergangenen Wochenende zugegeben. Bei den drei Männern und der Frau ordnete die Polizei Blutentnahmen an und untersagte die Weiterfahrt.
Die Bilanz der drei Kontrollstellen, an denen insgesamt etwa 30 erfahrene Polizeibeamte der Dienststellen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie des gesamten Polizeipräsidiums Nordhessen unter der Leitung der Polizeistation Bad Wildungen teilnahmen:
Ermittlungsverfahren gegen sechs Fahrzeugführer wegen Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, zwei Verkehrsstrafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, je eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Abgabenordnung und das Pflichtversicherungsgesetz sowie etwa 20 Verkehrsordnungswidrigkeiten wie Gurtverstöße.
Die kontrollierten Fahrer akzeptierten die Kontrollmaßnahmen und zeigten Verständnis für die Kontrollen. Insgesamt erhielten die Polizeibeamten eine überwiegend positive Resonanz.
Die Polizei weist im Zusammenhang mit dem Kontrollergebnis erneut auf Folgendes hin:
Es ist eine erhebliche Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer, wenn man unter dem Einfluss von Rauschmitteln fährt. Die Dauer der Wirkung von Drogen wird oft unterschätzt. Nach dem Konsum von verbotenen Drogen darf man tagelang nicht fahren. Diese Substanzen sind nachweisbar, wie auch die Sonderkontrollen vom Mittwoch zeigen.
Bereits bei früheren gezielten Kontrollaktionen konnten zahlreiche Fahrten unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln festgestellt und unterbunden werden. Die erfahrenen Beamten erkennen bereits im Gespräch oder durch auffälliges Verhalten erste Anzeichen eines möglichen Drogenkonsums. Die Beamten bilden sich kontinuierlich weiter, um auch auf neue Konsumtrends und Substanzkombinationen vorbereitet zu sein. Es wird auch zukünftig im Landkreis Kontrollen zur Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr geben.
Dirk Richter
Kriminalhauptkommissar
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 im Jahr 2022 auf 23101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 im Jahr 2022 auf 7004 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








