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Landkreis Waldeck-Frankenberg: Taschendiebstähle in Geschäften

Die Polizei warnt vor vermehrten Taschendiebstählen in Discountern und Lebensmittelmärkten. Seit dem 22. Mai wurden sechs Fälle im Landkreis Waldeck-Frankenberg gemeldet.

Foto: Depositphotos

Korbach (ost)

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg wurden in den letzten Tagen erneut mehrere Taschendiebstähle in Discountern und Lebensmittelmärkten gemeldet. Alle Opfer sind Frauen, deren Geldbörsen aus Handtaschen oder Rucksäcken gestohlen wurden.

Seit dem 22. Mai wurden sechs Fälle gemeldet, die über den Landkreis Waldeck-Frankenberg verteilt sind. Die Diebe schlugen allein dreimal in Allendorf-Battenfeld zu, sowie in Korbach, Waldeck-Sachsenhausen und in Frankenberg.

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise und warnt erneut vor diesem bekannten Phänomen sowie gibt Tipps, wie man sich vor Taschendieben schützen kann. Wichtig: Handtaschen oder Rucksäcke gehören nicht in den Einkaufswagen!

Am Mittwoch, den 22. Mai, gegen 17.15 Uhr, wurde einer 55-jährigen Kundin in einem Geschäft in der Battenfelder Ringstraße beim Einkauf eine Geldbörse aus einem Rucksack gestohlen. Die Geldbörse enthielt Ausweispapiere, eine EC-Karte und etwas Bargeld. Die Diebin war etwa 40 Jahre alt, 170 cm groß und hatte lange, zum Zopf gebundene Haare.

Am selben Tag kaufte eine 70-jährige Frau in einem Geschäft in der Röddenauer Straße in Frankenberg ein. Sie hatte ihre Handtasche im Einkaufswagen abgelegt. Dies nutzten die Diebe um 10.30 Uhr aus und stahlen das Portemonnaie aus der Handtasche. Die 70-Jährige muss nun neue Ausweispapiere und Debitkarten beantragen, außerdem hat sie einen Schaden von fast 300 Euro Bargeld zu beklagen.

Zwei Tage später wurde eine 80-jährige Frau zwischen 10.00 und 11.00 Uhr in einem Geschäft in der Allendorfer Ringstraße bestohlen, als sie einkaufte. Ihre Geldbörse mit Bargeld, Papieren und Debitkarten wurde aus ihrem Einkaufskorb entwendet. Mit einer gestohlenen EC-Karte hoben die Täter Geld von ihrem Konto ab, so dass der Gesamtschaden bei etwa 1.000 Euro liegt.

Am Samstag, den 25. Mai, gegen 09.30 Uhr, wurde einer 69-jährigen Frau in einem Geschäft in der Wildunger Straße in Waldeck-Sachsenhausen die Geldbörse aus einer Umhängetasche gestohlen, der Gesamtschaden lag auch hier bei etwa 1.000 Euro. Von zwei verdächtigen Männern liegen folgende Beschreibungen vor:

Mann 1:

Etwa 170 cm groß, sportliche Figur, etwa 25 bis 30 Jahre alt, dunkles, volles Haar

Mann 2:

Etwa 165 cm groß, dickliche Figur, etwa 40 Jahre alt, rundliches Gesicht bekleidet mit schwarzer Windjacke, weißem Hemd, dunkler Stoffhose, dunklen Schuhen

Am Mittwoch, den 29. Mai, schlugen Diebe in der Mittagszeit in einem Geschäft in der Allendorfer Ringstraße zu. Einer 63-jährigen Frau wurde die Geldbörse mit Bargeld, Papieren und Debitkarten aus dem Rucksack gestohlen. Auch hier lag der Rucksack an einer falschen Stelle, nämlich im Einkaufswagen. Der Schaden betrug etwa 200 Euro.

Am selben Tag, gegen 14.30 Uhr, wurde einer 76-jährigen Frau in einem Geschäft in der Medebacher Landstraße in Korbach bestohlen. Sie hatte kurz zuvor Geld abgehoben und in einer Geldtasche in ihrer Einkaufstasche aufbewahrt. Den Dieben gelang es unbemerkt, die Geldtasche mit mehreren tausend Euro zu stehlen.

Wer Zeuge eines Diebstahls wurde oder Hinweise zu den beschriebenen Verdächtigen geben kann, wird gebeten, sich an die örtlich zuständige Polizeidienststelle zu wenden.

Tipps zum Schutz vor Taschendiebstahl

Taschendiebe nutzen das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln aus, um zuzuschlagen. Mit einfachen Maßnahmen können Sie sich davor schützen, Opfer eines Diebstahls zu werden.

Taschendiebe sind am suchenden Blick zu erkennen: Sie vermeiden direkten Blickkontakt und suchen nach Beute.

Die Handtasche gehört nicht in den Einkaufswagen.

Seien Sie vorsichtig, wenn Fremde im Supermarkt nach einer bestimmten Ware fragen. Es könnte sein, dass etwas aus Ihrer Tasche oder Kleidung gestohlen wird.

Tragen Sie nur das Nötigste an Bargeld oder Zahlungskarten bei sich.

Achten Sie bei Menschenmassen und in unübersichtlichen Situationen besonders auf Ihre Wertsachen.

Halten Sie Ihre Handtasche immer geschlossen und lassen Sie sie nie unbeaufsichtigt.

Bewahren Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung und nah am Körper auf.

Tragen Sie Hand- oder Umhängetaschen mit der Verschlussseite zum Körper.

Bewahren Sie EC- oder Kreditkarten getrennt vom Code / PIN auf.

Melden Sie den Diebstahl sofort der Polizei über den Notruf 110.

Wenn Ihre Zahlungskarte verloren oder gestohlen wurde, sperren Sie sie am besten sofort unter der zentralen Notrufnummer 116 116.

Weitere Tipps finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de.

Dirk Richter

Kriminalhauptkommissar

Kontakt:

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg
Pommernstr. 41
34497 Korbach
Pressestelle

Telefon: 05631/971 160 oder -161
Fax: 0611/32766-1012
E-Mail: pp-poea-korbach-ast.ppnh@polizei.hessen.de
http://www.polizei.hessen.de

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

Statistiken zu Taschendiebstählen in Hessen für 2021/2022

Die Taschendiebstahlraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 deutlich an. Im Jahr 2021 wurden 3656 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 5338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 427 im Jahr 2021 auf 604 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 399 auf 549, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 312 auf 464 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 87 auf 85 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 349 auf 468. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten Taschendiebstähle in Deutschland registriert – 37321 Fälle.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.656 5.338
Anzahl der aufgeklärten Fälle 427 604
Anzahl der Verdächtigen 399 549
Anzahl der männlichen Verdächtigen 312 464
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 87 85
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 349 468

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 9798 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist jedoch von 4173 im Jahr 2021 auf 3961 im Jahr 2022 gesunken. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls gesunken, von 2766 im Jahr 2021 auf 2653 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten registrierten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland mit 29667 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 8.896 9.798
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.173 3.961
Anzahl der Verdächtigen 2.766 2.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.945 1.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 821 847
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 948 851

Quelle: Bundeskriminalamt

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