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Lohra: Verbreitung von Warnmeldungen über soziale Medien

Eltern warnen vor Fahrer mit WZ-Kennzeichen, Ermittlungen entlasten Halter und Benutzer.

Foto: unsplash

Marburg-Biedenkopf (ost)

In den letzten Tagen gab es vermehrt Berichte über Whats-App oder soziale Medien, in denen besorgte Eltern vor einem Autofahrer warnten, der junge Mädchen anspricht, um sie zum Einsteigen zu bewegen. Es wird explizit dazu aufgefordert, das Bild zu teilen, einschließlich des WZ-Kennzeichens.

Die Hinweise wurden von den Ermittlern der Marburger Kriminalpolizei ernst genommen und überprüft. Der Halter des Fahrzeugs mit Wetzlarer Zulassung und die benutzenden Personen haben jedoch nichts mit den verdächtigen Ansprachen von jungen Mädchen oder Kindern zu tun. Es haben sich bisher auch keine Betroffenen gemeldet, die diese Vorfälle bestätigen könnten.

Warnmeldungen über Messenger oder soziale Medien können zu fatalen Dynamiken führen. Das unüberlegte Verbreiten erschwert die Polizeiarbeit und bringt Unschuldige in gefährliche oder unangenehme Situationen. Niemand möchte fälschlicherweise ins Visier polizeilicher Ermittlungen geraten.

Zeugen solcher ungewöhnlichen Vorfälle sollten sich umgehend an die Polizei wenden und gegebenenfalls Fotos zur Dokumentation machen. Die Polizei wird das Verhalten bewerten und entscheiden, ob eine öffentliche Warnung herausgegeben wird. Das Verbreiten von Fotos oder Informationen kann auch für den Urheber rechtliche Konsequenzen haben, ebenso für diejenigen, die diese weiterleiten.

Kerstin Müller, Pressesprecherin

Quelle: Presseportal

nf24