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Love-Scam-Betrug in Marburg-Biedenkopf

Eine Frau wurde um 10.000 Euro betrogen, indem sie Steamkarten kaufte und den Code an angebliche Prominente weitergab. Die Polizei warnt vor solchen Betrügereien.

Foto: unsplash

Marburg-Biedenkopf (ost)

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf: Gauner erschleichen sich 10.000 Euro

Die Love-Scam-Betrugsmasche beginnt oft mit Nachrichten über soziale Medien. Manchmal gibt die neue Bekanntschaft vor, ein US-Soldat in einem Kriegsgebiet zu sein und nicht ausreisen zu können. Manchmal ist das Gegenüber frisch geschieden oder kürzlich verwitwet und auf der Suche nach einem neuen Partner, muss aber noch Trennung oder Bestattung regeln. Teilweise hat der Chatpartner einen schwerkranken Angehörigen, der Geld für die Behandlung braucht. In allen Fällen wird jedoch um finanzielle Hilfe gebeten, verbunden mit dem Versprechen, sich bald persönlich zu treffen, sobald der Hinderungsgrund wegfällt. Dafür wird Geld benötigt, das natürlich so schnell wie möglich zurückgezahlt wird. Unabhängig von der Geschichte handelt es sich immer um die gleiche Betrugsmasche. Die Gauner versuchen, Einsamkeit, Hilfsbereitschaft oder Gutgläubigkeit ihrer Opfer auszunutzen und sie um hohe Geldsummen zu bringen. Der anfänglich angenehme Chatverlauf führt oft im Laufe der Zeit zu Geldforderungen wie Notlagen, Anwaltskosten, Steuern oder caritative Projekte. Diese Geldforderungen sollen in der Regel durch Überweisungen ins Ausland, PrePaid-Guthabenkarten oder BitCoin-Konten erfolgen. Wenn solche „Bezahlmodelle“ genannt werden, sollte man spätestens hier skeptisch werden und den Kontakt abbrechen.

In manchen Fällen geben sich die Betrüger sogar als bekannte Persönlichkeiten wie Popstars, Schauspieler oder berühmte Tennisspieler aus. Sie nutzen Namen und Bilder dieser Prominenten, um ihre Opfer zu täuschen und die große Liebe oder ein Treffen vorzutäuschen. Aufgrund des Prominentenstatus kann eine Geheimhaltung gut erklärt werden.

Eine 57-jährige Frau aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf erhielt im März 2023 über ein soziales Netzwerk von einer Person, die sich als berühmter Tennisspieler aus Deutschland ausgab und den Kontakt über ein Jahr aufrechterhielt. Die Unbekannten forderten von der Frau für ein privates Treffen den Kauf von Steamkarten. Auch gaben sich die Betrüger als Mitarbeiter des Managements aus, so dass das Opfer schließlich Steamkarten im Wert von 10.000 Euro kaufte und den Code den Unbekannten mitteilte. Als der Betrug aufflog, erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Die Polizei empfiehlt:

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/

Sabine Richter, Pressesprecherin

Quelle: Presseportal

nf24