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Main-Taunus-Kreis: Feuerwehrverband zieht Bilanz

Verbandsversammlung mit Fokus auf Nachwuchsarbeit und Krisenkommunikation. Positive Bilanz für 2025, stabile finanzielle Lage und starke Kinderfeuerwehrarbeit im Main-Taunus-Kreis.

Der Kreisfeuerwehrverband Main-Taunus hielt seine Verbandsversammlung für das Geschäftsjahr 2025 in der Sport- und Kulturhalle Massenheim ab. Anschließend folgte die Mitglieder-Vertreterversammlung der Sterbekasse. Foto: S. T. Baum / KFV MTK
Foto: Presseportal.de

Hochheim am Main (ost)

Wie können wir junge Leute gewinnen? Wie kommunizieren wir in Krisenzeiten? Diese Themen wurden bei der Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Main-Taunus am 10. April 2026 diskutiert. Dabei wurde eine positive Bilanz für das Jahr 2025 gezogen.

Die Versammlung für das Geschäftsjahr 2025 fand in der Sport- und Kulturhalle Massenheim statt. Anschließend folgte die Mitglieder-Vertreterversammlung der Sterbekasse.

Beschlussfähigkeit und Entlastung des Vorstandes

Der Verbandsvorsitzende David Tisold begrüßte die Delegierten und Ehrengäste Ute Winter (Mitglied des Kreisausschusses), Claudia Weltin (Stadtverordnetenvorsteherin) und Thomas Rieger (stellvertretender Kreisbrandinspektor). Die Versammlung war mit 100 von 123 Delegierten beschlussfähig.

Nach der Gedenkminute standen die Berichte des Vorstandes und des Kassenwarts im Mittelpunkt. Die Kassenprüfer bestätigten die korrekte Kassenführung. Vorstand und Kassenwart wurden einstimmig entlastet.

Als Kassenprüfer für 2026 wurden Patrick Seng (FF Kelkheim-Münster), Magdalena Heck (FF Liederbach) und Linda Gliese-Dürich (FF Eppstein) gewählt. Der Haushaltsplan für 2026 wurde ebenfalls einstimmig angenommen.

Die finanzielle Situation des Verbandes bleibt stabil: Das Gesamtvermögen stieg im Jahr 2025 auf etwa 136.700 Euro. Einsparungen verhinderten das geplante Defizit.

Starke Nachwuchsarbeit in der Kinderfeuerwehr

Ein Schwerpunkt lag auf der Kreiskinderfeuerwehr, vorgestellt von Angelina Schuhmacher. Im Jahr 2025 engagierten sich 545 Kinder in 33 Gruppen im Main-Taunus-Kreis. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Gewinnung von Nachwuchs.

Neben Einblicken in die Feuerwehrarbeit steht die pädagogische Ausrichtung im Vordergrund. Die Kinderfeuerwehren vermitteln Werte wie Teamfähigkeit und gesellschaftliche Verantwortung und sichern so langfristig das Ehrenamt.

Krisenkommunikation als zentrale Zukunftsaufgabe

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Krisenkommunikation. Sebastian Baum verdeutlichte in einem Vortrag zum Stromausfall in Berlin Anfang 2026, dass eine funktionierende Gefahrenabwehr allein nicht ausreicht. Entscheidend ist eine klare, verlässliche Kommunikation.

Verzögerte oder widersprüchliche Informationen führen zu Vertrauensverlust und fördern Desinformation. Diese Erkenntnisse unterstreichen die zunehmende Bedeutung von Kommunikation als Führungsaufgabe im Bevölkerungsschutz.

Die Mitglieder-Vertreterversammlung der Sterbekasse

Im Anschluss leitete Geschäftsführer Peer Neugebauer die Mitglieder-Vertreterversammlung der Sterbekasse. Diese war mit 85 von 113 Delegierten beschlussfähig.

Nach den Berichten bestätigten die Kassenprüfer die einwandfreie Kassenführung. Vorstand und Kassenwart wurden mit großer Mehrheit entlastet. Auch hier wurden Patrick Seng, Magdalena Heck und Linda Gliese-Dürich zu Kassenprüfern gewählt.

Die Sterbekasse bleibt finanziell solide mit einem Gesamtvermögen von rund 625.000 Euro.

Ausblick

Die Feuerwehr Hofheim am Taunus wird im Jahr 2027 die Ausrichtung der Versammlungen übernehmen.

Der Kreisfeuerwehrverband Main-Taunus ist organisatorisch und finanziell gut aufgestellt. Die Nachwuchsarbeit und die Krisenkommunikation gewinnen weiter an Bedeutung.

Quelle: Presseportal

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