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Main-Taunus-Kreis: Notrufnummer 112 und Rauchmelder retten Leben

Zwei Aktionstage im Februar verdeutlichen die Bedeutung von frühzeitiger Warnung und richtigem Verhalten im Brandfall, besonders im Main-Taunus-Kreis.

Foto: Unsplash

Hofheim am Taunus (ost)

Zwei spezielle Tage im Februar, eine klare Nachricht: Frühe Warnung und angemessenes Verhalten im Brandfall können Leben retten. Am 11. Februar steht der Europäische Tag des Notrufs im Mittelpunkt, an dem die europaweit gültige Notrufnummer 112 hervorgehoben wird. Am Freitag, dem 13. Februar, folgt der Rauchmeldertag. Beide Tage zeigen, wie wichtig es ist, dass technische Vorsichtsmaßnahmen und menschliches Handeln zusammenarbeiten – auch konkret im Main-Taunus-Kreis.

Der Deutsche Feuerwehrverband betont, dass bei Bränden nicht das Feuer selbst die größte Gefahr darstellt, sondern der Rauch. Schon wenige Atemzüge von giftigem Brandrauch können tödlich sein. Wenn ein Rauchmelder Alarm auslöst, bleiben oft nur etwa 120 Sekunden, um angemessen zu reagieren. Es ist entscheidend, in dieser Situation Ruhe zu bewahren, keine gefährlichen Löschversuche zu unternehmen und sich nicht selbst in zusätzliche Gefahr zu bringen.

Die Feuerwehren informieren über das korrekte Verhalten, wenn ein Rauchmelder bei einem Brand Alarm auslöst:

Im Main-Taunus-Kreis werden Notrufe über die Zentrale Leitstelle Main-Taunus in Hofheim am Taunus entgegengenommen. Diese Stelle nimmt alle Notrufe über die 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie Hilfeersuchen und Krankentransporte entgegen und koordiniert schnell die erforderlichen Maßnahmen. Die Leitstelle ist mit speziell ausgebildeten Einsatzsachbearbeiterinnen und Einsatzsachbearbeitern besetzt, die sowohl eine Feuerwehrausbildung als auch eine rettungsdienstliche Qualifikation und umfangreiche Erfahrung im Einsatz haben.

Sobald ein Notruf eingeht, werden die Einsatzkräfte alarmiert: Etwa 1.600 ehrenamtliche Feuerwehrleute sind in 35 Feuerwehren der 12 Städte und Gemeinden im Main-Taunus-Kreis aktiv. Sie rücken aus, um Brände zu bekämpfen, Menschen zu retten und technische Hilfe zu leisten – oft innerhalb weniger Minuten nach Erhalt des Notrufs.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Vorsorge sind die Notrufmeldestellen bei Stromausfall. Bei einem großflächigen und langanhaltenden Stromausfall werden Feuerwehrhäuser oder andere öffentliche Gebäude als Notrufmeldestellen genutzt, um die Meldung zur Zentralen Leitstelle aufrechtzuerhalten, auch wenn die Betriebsfähigkeit der Notrufnummer 112 gestört ist. Dort können Hilfeersuchen persönlich abgegeben, Informationen erhalten und bei medizinischen Notfällen Erste-Hilfe-Maßnahmen ergriffen werden. Eine Verpflegung oder Unterkunft der Bevölkerung erfolgt in der Regel nicht in den Notrufmeldestellen; dafür stehen bei Bedarf speziell geplante Betreuungsstellen und -plätze zur Verfügung.

Rauchmelder sind von großer Bedeutung: Sie warnen frühzeitig vor Brandrauch, insbesondere nachts, wenn der Geruchssinn im Schlaf nicht funktioniert. Deshalb sind Rauchmelder gesetzlich vorgeschrieben, mindestens in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren, die als Fluchtwege dienen. Regelmäßige Funktionstests und intakte Batterien sind einfache Maßnahmen mit großer Wirkung.

Der Kreisfeuerwehrverband Main-Taunus nutzt die beiden Aktionstage, um an die Bevölkerung zu appellieren: Rauchmelder regelmäßig überprüfen, das richtige Verhalten im Brandfall kennen und im Ernstfall konsequent die 112 wählen. Frühe Alarmierung, klare Informationen an die Leitstelle und umsichtiges Handeln sind entscheidend – damit die Hilfe der Feuerwehren im Main-Taunus-Kreis schnell und effektiv ankommt.

Quelle: Presseportal

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