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Maintal: Behördenübergreifende Kontrollen

Effektive Kontrollaktion in Maintal mit zahlreichen Verstößen und Haftbefehlsvollstreckung. Kontrolle von Gaststätten, Verstöße bei Tabakwaren und Glücksspielautomaten, bauliche Mängel und waffenrechtliche Vorschriften überprüft.

Foto: Depositphotos

Maintal (ost)

Die enge Zusammenarbeit verschiedener Behörden und ihre gebündelte Fachkompetenz sind entscheidend, um bei umfassenden Kontrollen effektiv zu sein. Dies war genau der Fall bei einer behördenübergreifenden Kontrollaktion in Maintal am Samstagabend. Zwischen 18 Uhr und 1 Uhr wurden mehrere Gaststätten und gastronomische Betriebe in einer zeitlich abgestimmten Kontrollaktion umfassend überprüft.

An den Maßnahmen waren Einsatzkräfte der Polizeistation Maintal, der Steuerfahndung, des Zolls, der Kriminalpolizei und der Stadtpolizei Maintal beteiligt. Das Hauptziel der Kontrollen war die Überprüfung der Einhaltung steuerlicher, gewerberechtlicher und ordnungsrechtlicher Vorschriften.

Insgesamt wurden 68 Personen kontrolliert und fünf Lokale intensiv überprüft. Bereits zu Beginn der Maßnahmen konnte ein offener Haftbefehl in Höhe von 2.500 Euro vollstreckt werden.

Der Zoll stellte bei seinen Kontrollen erhebliche Verstöße im Zusammenhang mit Tabakwaren fest. Über 14 Kilogramm legal versteuerter, aber offensichtlich unrechtmäßig in Verkehr gebrachter Tabak sowie mehr als zwei Kilogramm unversteuerter Tabak wurden sichergestellt. Gegen die Verantwortlichen wurden entsprechende Anzeigen erstattet.

Auch die Stadtpolizei dokumentierte mehrere bauliche und betriebliche Mängel in den überprüften Objekten, die anschließend ordnungsrechtlich verfolgt werden. Insgesamt wurden 13 Glücksspielautomaten aufgrund unsachgemäßer Nutzung versiegelt. Ein weiterer Automat wurde als vollständig illegal eingestuft und sofort beschlagnahmt.

Im Bereich der waffenrechtlichen Vorschriften leitete die Polizei ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, nachdem ein entsprechender Verstoß festgestellt wurde. Die Steuerfahndung verhängte im Rahmen ihrer Prüfungen zudem zwei Bußgelder wegen fehlerhafter oder unsachgemäßer Kassennutzung.

In einigen der kontrollierten Lokalitäten wurden auch in den Sanitärbereichen geringe Mengen weißlicher Substanzen gefunden. Aufgrund der unzureichenden Testfähigkeit konnte nicht festgestellt werden, ob es sich um Drogen handelte.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 22378 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 19168, darunter 17079 Männer und 2089 Frauen. 6494 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 26518, wobei 23101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 nahezu konstant, wobei 17106 Männer und 2027 Frauen verdächtigt wurden. 7004 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu gab es in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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