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Maintal: Kontrolle von E-Scooter endet mit Strafverfahren

Polizei entdeckt Drogen, Messer und illegalen Feuerwerkskörper bei minderjährigem Fahrer. Jugendlicher wird wegen mehrerer Straftatvorwürfe ermittelt.

Foto: Depositphotos

Maintal (ost)

Polizeibeamte in Maintal-Dörnigheim haben am Samstagabend gezeigt, dass sie den richtigen Riecher haben: Was zunächst wie eine normale Kontrolle eines E-Scooters ohne Versicherungskennzeichen aussah, endete mit mehreren Straftatvorwürfen gegen den minderjährigen Fahrer des Fahrzeugs.

Um 20.30 Uhr fiel einer Streife in der Kennedystraße ein E-Scooter auf, an dem das erforderliche Versicherungskennzeichen fehlte. Nach der Kontrolle gab der 15-jährige Fahrer schließlich zu, dass das Fahrzeug nicht versichert war. Während der Untersuchung bemerkten die Beamten auch Anzeichen, die auf möglichen Drogenkonsum hindeuteten. Bei der Durchsuchung seiner Umhängetasche fanden sie außerdem zwei verbotene Einhandmesser, über 100 Gramm Marihuana in verschiedenen Formen und eine vermutlich nicht ordnungsgemäß versteuerte E-Zigarette.

Der Jugendliche wurde dann von den Beamten zur Dienststelle gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Bei einer angeordneten Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Ermittler außerdem wahrscheinlich illegale Feuerwerkskörper sicher.

Gegen den 15-Jährigen wird nun unter anderem wegen des Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss von Drogen, eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz und eines Verstoßes gegen die Abgabenordnung ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Jugendliche wieder freigelassen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 an, wobei im Jahr 2023 insgesamt 26.518 Fälle registriert wurden, im Vergleich zu 24.363 Fällen im Jahr 2022. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22.378 im Jahr 2022 auf 23.101 im Jahr 2023. Insgesamt gab es 19.133 Verdächtige, darunter 17.106 Männer, 2.027 Frauen und 7.004 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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