Vorsicht bei vereinbarten Treffen nach Online-Absprachen, Polizei informieren und Beweise sichern bei Straftaten. Kontakt für weitere Tipps: 069 8098-2424 oder www.polizei-beratung.de.
Maintal: Polizei-Präventionstipp bei Verkaufsgeschäften

Südosthessen (ost)
(fg) In den letzten Monaten wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen bei vereinbarten Verkaufsgeschäften, die vorab online oder über eine App vereinbart wurden, vereinzelt Straftaten begangen.
Ein 23-jähriger Mann traf Anfang Februar 2026 in der „Hohe Straße“ im Bereich der Hausnummern 20 in Offenbach mit zwei bisher Unbekannten zu einem Verkaufsgespräch zusammen. Der Kontakt wurde über ein Verkaufsportal hergestellt, später über einen Messengerdienst und telefonisch fortgesetzt. Nachdem das angebotene Fahrzeug nicht verkauft wurde, wurde der Offenbacher unter anderem beleidigt und mehrfach bedroht.
Ein 25-jähriger Mann plante am 29. Januar 2026 in Dietzenbach „Am Stadtpark“ eine hochwertige Uhr zu kaufen, die zuvor über ein Verkaufsportal vereinbart wurde. Doch anstelle des vermeintlichen Verkäufers erwarteten den Mann aus Nordrhein-Westfalen gegen 17.45 Uhr am vereinbarten Treffpunkt mindestens fünf Unbekannte. Sie raubten seine Tasche, in der sich mehrere hundert Euro Bargeld und ein Handy befanden. Anschließend flüchteten die Täter mit ihrer Beute in einem weißen Golf (wie am Folgetag unter der Meldung Nummer 5 berichtet: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6207382).
Derzeit gibt es keinen Zusammenhang zwischen den beiden beschriebenen Straftaten. Seit Oktober 2025 wurden weitere ähnliche Anzeigen unter anderem in Maintal, Rodenbach und Hanau aufgenommen.
Die Polizei möchte die Bürger erneut sensibilisieren und empfiehlt im Zusammenhang mit vereinbarten Verkaufsgeschäften:
Im Falle einer Straftat sollte sofort die Polizei (Notruf 110) informiert und wenn möglich Beweise (zum Beispiel Chatverläufe) gesichert werden.
Weitere nützliche Präventionstipps erhalten interessierte Bürger bei der sicherheitstechnischen und verhaltensorientierten Prävention des Polizeipräsidiums Südosthessen unter der Telefonnummer 069 8098-2424 oder im Internet unter www.polizei-beratung.de.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 auf 4224. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 auf 2828, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 1806 auf 1918 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 847 auf 910 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 851 auf 915. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.798 | 10.106 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.961 | 4.224 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.653 | 2.828 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.806 | 1.918 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 847 | 910 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 851 | 915 |
Quelle: Bundeskriminalamt








