Spezialisierte Beamte setzen klare Zeichen für Verkehrssicherheit durch gezielte Kontrollaktionen und Festnahmen von Fahrern unter Drogeneinfluss.
Maintal: Verstöße gegen Rauschmittel am Steuer
Südosthessen (ost)
(fg) Die spezialisierten Polizeibeamten des Polizeipräsidiums Südosthessen zur Drogenkontrolle im Straßenverkehr setzen weiterhin klare Zeichen für mehr Verkehrssicherheit. Mit geschultem Personal führten die Einsatzkräfte am Montag Kontrollen in den Dienstbezirken der Polizeistationen Maintal und Langenselbold im Main-Kinzig-Kreis sowie im Bereich der Polizeistation Heusenstamm (Landkreis Offenbach) durch.
Das Fahren unter dem Einfluss von Drogen stellt eine ernste Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar. Bei früheren gezielten Kontrollaktionen wurden bereits viele Fahrten unter Drogeneinfluss festgestellt und verhindert. Die erfahrenen Beamten erkennen bereits im Gespräch oder durch auffälliges Verhalten erste Anzeichen von möglichem Drogenkonsum. Zudem bilden sich die Beamten kontinuierlich weiter, um auch auf neue Konsumtrends und Kombinationen von Substanzen vorbereitet zu sein.
Bei den Kontrollen am Montag mussten insgesamt sechs Personen in beiden Einsatzbereichen (Main-Kinzig-Kreis und Landkreis Offenbach) Blutproben abgeben; sie werden verdächtigt, unter Drogeneinfluss mit Fahrzeugen unterwegs gewesen zu sein. Von den angehaltenen Personen begingen drei eine Ordnungswidrigkeit. Gegen drei Personen werden Strafanzeigen erstattet; Vortests zeigten positiv auf THC und andere Drogen an.
Des Weiteren wurde ein Fahrer ohne Fahrerlaubnis erwischt. Es gab auch einen Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz und insgesamt 29 Ordnungswidrigkeiten wurden festgestellt. Gegen einen Fahrer wird wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Cannabis ermittelt; im Auto des Mannes wurden etwa 234 Gramm Cannabis gefunden. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung entdeckten die Beamten zudem etwa 927 Gramm Marihuana, 16 Gramm Pilze, 66 Marihuana-Pflanzen und Bargeld im mittleren vierstelligen Bereich.
Zusätzlich wurden zwei Haftbefehle vollstreckt, eine Aufenthaltsermittlung durchgeführt und eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro erhoben.
Die Polizei appelliert dringend an alle Verkehrsteilnehmer, auf den Konsum von Drogen vor und während der Fahrt zu verzichten. Schon geringe Mengen können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen – mit rechtlichen und persönlichen Konsequenzen. Auch in Zukunft werden entsprechende Kontrollaktionen im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen stattfinden.
Offenbach, 29.07.2025, Pressestelle, Felix Geis
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 22.378 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 19.168 Verdächtige, darunter 17.079 Männer, 2.089 Frauen und 6.494 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 26.518, wobei 23.101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 nahezu konstant, wobei 17.106 männliche Verdächtige und 2.027 weibliche Verdächtige verzeichnet wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 7.004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
2022 | 2023 | |
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Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% entspricht. In Ortslagen wurden 14.839 Unfälle innerorts (10,2%), 7.577 Unfälle außerorts (5,21%) und 3.013 Unfälle auf Autobahnen (2,07%) verzeichnet. Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
2023 | |
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Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
Ortslage – innerorts | 14.839 |
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
Getötete | 188 |
Schwerverletzte | 3.537 |
Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)