Familienstreit eskaliert in Marburg, Haftbefehl wegen Körperverletzung erlassen.
Marburg: 29-Jähriger vor Haftrichter

Giessen (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Marburg und des Polizeipräsidiums Mittelhessen
Marburg: Streit in der Familie eskaliert – 29-Jähriger wird dem Haftrichter vorgeführt
Die Staatsanwaltschaft Marburg leitet eine Untersuchung gegen einen 29-jährigen Mann ein, der des versuchten Totschlags verdächtigt wird. Am Donnerstagabend, dem 5. März 2026, kam es zu einem Konflikt zwischen zwei Brüdern im Alter von 16 und 29 Jahren sowie ihrer 55-jährigen Mutter in einem Mehrfamilienhaus in Marburg.
Der Beschuldigte betrat gegen 19 Uhr die Wohnung, in der seine Mutter mit dem 16-jährigen Bruder lebt. Im Flur der Wohnung kam es zunächst zu verbalen Auseinandersetzungen, die dann in eine körperliche Konfrontation übergingen. Der Beschuldigte soll seinen Bruder geschlagen, getreten und gewürgt haben.
Sowohl der 16-Jährige als auch die 55-Jährige erlitten Verletzungen. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus, wo ihre nicht lebensbedrohlichen Verletzungen behandelt wurden.
Am Freitag, dem 6. März 2026, wurde der Beschuldigte dem zuständigen Haftrichter des Amtsgerichts Marburg vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft Marburg beantragte einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung. Der Haftrichter erließ einen Haftbefehl, jedoch nur wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Diesen Haftbefehl setzte er unter Auflagen außer Vollzug.
Die ausführlichen Untersuchungen zum genauen Hergang des Vorfalls und den Hintergründen der Tat dauern an.
Derzeit können keine weiteren Informationen bekannt gegeben werden.
Timo Ide, Staatsanwalt und Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Marburg
Alisa Jockel, Polizeioberkommissarin und Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelhessen
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 224 auf 216. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 308 auf 267 zurück, wobei der Großteil männlich war. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








