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Marburg: Betrügerische Spendensammlungen

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Betrugsverdachts nach ungewöhnlichem Verhalten eines Spendensammlers an der Uni. Studenten wurden um 25 Euro betrogen, Täter auf der Flucht. Polizei sucht Zeugen.

Foto: unsplash

Marburg-Biedenkopf (ost)

Die Polizei in Marburg führt Ermittlungen wegen Betrugsverdachts, nachdem am Freitag, den 8. November, das auffällige Verhalten eines vermeintlichen Spendensammlers an der Universität bemerkt wurde.

Um etwa 15 Uhr befand sich der Unbekannte in der Mensa am Erlenring und näherte sich einer Gruppe von vier Personen. Er zeigte auf ein Notizbuch in seiner Hand und den darin abgebildeten Spendenaufruf für „Taubstumme“. Die vier Personen übergaben insgesamt 25 Euro. Später kam ihnen der Vorfall seltsam vor und nach einer Internetrecherche stießen sie auf Informationen zu diesem Betrugsversuch. Der Mann hatte die Mensa inzwischen verlassen, während die Gruppe von vier Personen ihm zum Oberstadtaufzug am Kino folgte. Ein Student informierte in der Zwischenzeit die Polizei. In der Oberstadt gelang es dem Unbekannten zu fliehen. Er wird als ungefähr 25 Jahre alt und 175 bis 180 cm groß beschrieben, mit südländischem Aussehen. Er hat kurze schwarze Haare, die an den Seiten rasiert sind. Er trug eine schwarze, offene Bomberjacke, darunter ein weißes Shirt und eine schwarze Hose, die über den Knöcheln endete. Dazu trug er dunkle Sneaker. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise: Wer hat den Mann gesehen? Wer kann die Beschreibung ergänzen oder Hinweise zu seiner Identität oder seinem Aufenthaltsort geben? Wer hat ihm ebenfalls Geld gegeben? Hinweise bitte an die Telefonnummer 06421/4060.

Die bevorstehende Weihnachtszeit bedeutet, dass voraussichtlich wieder vermehrt Spendensammlerinnen und -sammler unterwegs sein werden. Die meisten von ihnen haben gute Absichten, aber es gibt auch kriminelle Ausnahmen. Daher bittet die Polizei um Beachtung folgender Hinweise:

Weitere nützliche Informationen finden Sie auch im Internet bei der Verbraucherzentrale ( https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/werbung/spendensammler-woran-man-wahre-wohltaeter-erkennt-10658 ).

Yasmine Scholz, Pressesprecherin

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 im Jahr 2022 auf 4224 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 im Jahr 2022 auf 2828 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 1806 Männer, 847 Frauen und 851 Nicht-Deutsche im Jahr 2022. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der männlichen Verdächtigen auf 1918, die der weiblichen Verdächtigen auf 910 und die der nicht-deutschen Verdächtigen auf 915. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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