Die Polizei begleitete Versammlungen in Gießen und Marburg im Kontext der Kommunalwahl. Es kam zu Beleidigungen und Körperverletzungen, aber auch friedlichen Veranstaltungen mit rund 100 Teilnehmern in Marburg.
Marburg: Polizeipräsidium begleitet Versammlungen

Giessen (ost)
Heute begleitete die Polizei mehrere Versammlungen und Veranstaltungen in Gießen und Marburg im Zusammenhang mit der bevorstehenden Kommunalwahl.
Während einer AfD-Kundgebung im Seltersweg in Gießen beleidigte ein Teilnehmer einen Vertreter der Medien. Die Polizei identifizierte die Person, leitete eine Untersuchung wegen Beleidigung ein und gab dem 70-jährigen Verdächtigen einen Platzverweis.
Es kam auch zu einem Handgemenge zwischen einem 31-jährigen Passanten und einer 56-jährigen Frau im Bereich der Kundgebung. Er soll sie zu Boden gestoßen haben, was möglicherweise zu einer Verletzung an ihrer Hand führte. Polizeikräfte identifizierten den Verdächtigen und nahmen ihn mit zur weiteren polizeilichen Untersuchung. Der 31-Jährige wird wegen Körperverletzung untersucht – gleichzeitig erstattete er Anzeige wegen Körperverletzung gegen die 56-Jährige. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er die Wache verlassen – auch ihm wurde ein Platzverweis erteilt.
In Marburg verliefen die Veranstaltungen verschiedener Parteien und eine Versammlung am Christa-Czempiel-Platz friedlich und ohne besondere Vorkommnisse. Zu Spitzenzeiten waren dort etwa 100 Menschen anwesend.
Um 14.00 Uhr begann in Gießen die Kundgebung unter dem Motto „Protest gegen Rechts, Diskriminierung, für Demokratie und zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt“ am Rathausplatz. Die Anzahl der Teilnehmer an dieser Versammlung wuchs auf etwa 600 Personen an. Ab 15.30 Uhr zog die Gruppe als Demonstrationszug durch die Innenstadt. In Bereichen wie dem Anlagenring, insbesondere der Nordanlage, kam es aufgrund der Demonstration zu Verkehrsbehinderungen. Gegen 17.30 Uhr erreichte der Zug wieder den Berliner Platz – um 18.00 Uhr endete die Versammlung. Während des Zuges trugen drei Teilnehmer beleidigende Plakate. Die Versammlungsbehörde forderte die Personen auf, die Plakate zu entfernen oder einzuräumen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Beleidigung sowie übler Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens.
Gegen 18.30 Uhr versammelten sich etwa 250 Personen am Marburger Bahnhof, um an einer Versammlung unter dem Motto „Kein Frieden mit dem Rechtsruck“ teilzunehmen. Nach einer Auftakt-Kundgebung zogen die Teilnehmer als Demonstrationszug durch die Marburger Innen- und Oberstadt und beendeten die Versammlung um 20.00 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz. Auf der Strecke zündeten Teilnehmer mehrmals Pyrotechnik, was dazu führte, dass der Zug jeweils gestoppt werden musste, bis die Pyrotechnik abgebrannt oder gelöscht war.
Guido Rehr, Pressesprecher
Quelle: Presseportal








