Beamte der Polizeidirektion Schwalm-Eder führten Verkehrskontrollen durch. Dabei wurden mehrere Verstöße gegen Alkohol- und Drogengesetze festgestellt.
Melsungen: Verkehrskontrollen in Schwalm-Eder, Alkohol- und Drogenverstöße festgestellt

Homberg (ost)
Pressemitteilung von der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 21.08.2026:
Polizeibeamte in Schwalm-Eder führten am Donnerstag, 20.08.2026, zwischen 14:00 und 22:00 Uhr, in der Verantwortung der Polizeistation Melsungen zwei feste Verkehrskontrollen durch, die sich auf die Erkennung von alkohol- und drogenbeeinflussten Verkehrsteilnehmern konzentrierten. Die Kontrollpunkte wurden am Nachmittag in der Nürnberger Straße in Melsungen und am Abend auf einem Parkplatz an der B83 bei Körle eingerichtet.
Die Einsatzkräfte wurden von Beamten der Verkehrsinspektion Nordhessen, der Polizeiautobahnstation Baunatal sowie zwei Diensthundeführern mit Rauschgiftspürhunden und weiteren Beamten der Polizeidirektion Kassel unterstützt.
Während der beiden Kontrollen überprüften die Polizeikräfte insgesamt 122 Personen und 91 Fahrzeuge.
Bei drei Fahrern gab es Hinweise auf möglichen Drogenkonsum. Bei allen drei wurde eine Blutentnahme angeordnet und von einem Arzt durchgeführt. Ein Drogentest reagierte positiv auf Kokain und THC, bei einem anderen Fahrer gab es Hinweise auf THC-Konsum. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss ermittelt.
Eine Fahrerin eines Kleinkraftrades verhielt sich besonders auffällig. Sie ignorierte die Anhaltezeichen der Polizei und versuchte, der Kontrolle zu entkommen. Nach einer Verfolgungsjagd konnte sie schließlich gestoppt werden. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,22 Promille. Ein zusätzlicher Drogentest reagierte positiv auf THC. Gegen die Fahrerin wurden Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit am Steuer und illegalen Autorennens eingeleitet. Es besteht auch der Verdacht, dass sie das Kleinkraftrad unter dem Einfluss von THC gefahren hat. Ihr Führerschein wurde sofort vor Ort eingezogen.
Ein weiteres Kleinkraftrad wurde ebenfalls von den Einsatzkräften ins Visier genommen. Die Polizeibeamten stellten bereits aus der Ferne eine deutlich überhöhte Geschwindigkeit fest. Nach bisherigen Erkenntnissen soll das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von etwa 100 km/h erreicht haben. Das Kleinkraftrad wurde für weitere technische Untersuchungen und zur Erstellung eines Geschwindigkeitsgutachtens sichergestellt.
Außerdem stellten die Einsatzkräfte fest, dass vier weitere Verkehrsteilnehmer nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis verfügten. In einem Fall wurde ein Motorrad der Klasse 2A ohne die erforderliche Leistungsbeschränkung gefahren. In drei weiteren Fällen waren Fahrer mit ausländischen Führerscheinen unterwegs, obwohl die erforderliche Umschreibung nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist erfolgt war.
Neben den strafrechtlich relevanten Feststellungen ahndeten die Polizeikräfte zahlreiche weitere Verkehrsverstöße. Unter anderem wurden elf Verstöße gegen die Gurtpflicht sowie mehrere Mängel bei vorgeschriebener Sicherheitsausstattung und lichttechnischen Einrichtungen festgestellt.
Insgesamt leiteten die Einsatzkräfte im Rahmen der beiden Kontrollmaßnahmen acht Strafverfahren sowie 22 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Die Polizeidirektion Schwalm-Eder wird auch in Zukunft gezielte Verkehrskontrollen mit entsprechenden Schwerpunkten durchführen. Ziel ist es, insbesondere alkohol- und drogenbeeinflusste Fahrer frühzeitig aus dem Verkehr zu ziehen und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Yvonne Winter, KHK`in – Pressesprecherin –
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle aufgezeichnet, wovon 22378 gelöst wurden. Es gab insgesamt 19168 Verdächtige, darunter 17079 Männer, 2089 Frauen und 6494 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 26518, wovon 23101 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 nahezu konstant, wobei 17106 Männer, 2027 Frauen und 7004 nicht-deutsche Verdächtige beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








