Experten informieren Schüler über Gefahren im Straßenverkehr und motivieren zu verantwortungsvollem Verhalten. Veranstaltung mit persönlichen Erfahrungsberichten und Workshops beeindruckt Schüler und wirkt präventiv.
Michelstadt: Crash Kurs sensibilisiert Berufsschüler für Verkehrssicherheit

Michelstadt (ost)
Der Sicherheitskurs im Straßenverkehr ist seit langem ein fester Bestandteil der Präventionsarbeit am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis. Das Ziel ist es, junge Menschen für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und sie zu verantwortungsbewusstem Verhalten zu motivieren.
Am Mittwoch (6.11.) besuchten zahlreiche Fachleute die Berufsschule, um etwa 100 Schüler im Alter von 16 bis 25 Jahren durch persönliche Erfahrungsberichte zu sensibilisieren. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Oberstudienrat Horst Schadt moderierte Polizeihauptkommissar Ralf Drexelius, Leiter der Verkehrspräventionsabteilung des Polizeipräsidiums Südhessen.
Bei der Veranstaltung wurde die Rettungskette vorgestellt. Zu den Experten gehörten Bernd Puschmann, Leitstellendisponent der Zentralen Leitstelle des Odenwaldkreises, Dr. med. Bernhard Krakowka, Notarzt und Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes Odenwaldkreis, Georg Groh, Rettungsassistent des DRK Odenwaldkreis, und Thomas Reubold, Kreisbrandmeister der Feuerwehr Odenwaldkreis. Außerdem nahmen Polizeioberkommissarin Britta Lifka von der Jugendverkehrsschule Dieburg, Ulrike Klose, Koordinatorin der Krisenintervention des DRK Odenwaldkreis, Jörg Meinhof vom Pflegeteam Odenwald, Tobias Knapp, Schulpsychologe des Staatlichen Schulamts Heppenheim, und Zorica Fritsch von der DRK-Suchtberatungsstelle teil.
Die Fachleute berichteten eindringlich von ihren Erfahrungen mit schweren Unfällen und deren Folgen. Unterstützt durch Videos mit Unfallbildern und Erfahrungsberichten wurden die Gefahren von Alkohol- und Drogenkonsum, Handynutzung und überhöhter Geschwindigkeit aufgezeigt. In Workshops hatten die Schüler die Möglichkeit, in kleinen Gruppen mit den Experten zu diskutieren.
Junge Fahrer unter 25 Jahren sind besonders gefährdet und stellen etwa 20 Prozent der verunglückten Verkehrsteilnehmer dar. In Hessen sterben jährlich ungefähr 200 Menschen bei Verkehrsunfällen. Neben Alkohol und überhöhter Geschwindigkeit sind auch die Handynutzung während der Fahrt Hauptursachen. Bei jungen Fahrern kommt noch Selbstüberschätzung und Leichtsinn hinzu.
Die Polizei möchte mit den Verkehrspräventionsveranstaltungen Crash Kurs Hessen an verschiedenen weiterführenden Schulen entgegenwirken. Die Veranstaltungen hinterlassen regelmäßig einen starken Eindruck bei den Zuschauern und bleiben aufgrund der emotionalen Gestaltung im Gedächtnis, weshalb sie mittlerweile in ganz Südhessen an Schulen durchgeführt werden. Auch außerhalb Südhessens stößt das Programm auf großes Interesse von Schulen aus anderen Bereichen Hessens.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant. Dabei waren 17106 der Verdächtigen männlich und 2027 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (81,02%) waren Übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Bei den Verkehrsunfällen wurden 188 Personen getötet, 3.537 schwer verletzt und 21.704 leicht verletzt.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








