Kontrollen in Kassel-Mitte führen zur Festnahme von zwei Dealern harter Drogen. Einer freigelassen, der andere wird einem Haftrichter vorgeführt.
Mitte: Polizei nimmt zwei mutmaßliche Drogendealer fest,50-Jährigem droht U-Haft

Kassel (ost)
Kassel-Mitte:
Während der gestrigen Kontrollen zur Erhöhung der Sicherheit im Rahmen der Innenstadtoffensive in der Kasseler Innenstadt gelang es der Polizei, zwei mutmaßliche Dealer harter Drogen festzunehmen. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde ein 49-jähriger Verdächtiger aus Vellmar auf freien Fuß gesetzt, da keine Haftgründe vorlagen. Der zweite Festgenommene, ein 50 Jahre alter tunesischer Staatsbürger ohne festen Wohnsitz, wird heute einem Haftrichter vorgeführt. Dieser wird entscheiden, ob Untersuchungshaft wegen gewerbsmäßigen illegalen Handels mit Kokain und Arzneimitteln angeordnet wird.
Frühmorgens gegen 9:00 Uhr beobachteten Zivilfahnder der Kasseler Polizei in der Unteren Königsstraße, nahe dem Königsplatz, wie der spätere Festgenommene einem anderen Mann etwas übergab. Da es offensichtlich ein Drogengeschäft war, folgten die Polizisten dem mutmaßlichen Verkäufer und nahmen ihn kurz darauf fest. Bei der Durchsuchung seiner Taschen wurden 16 verkaufsfertige Plomben mit Heroin gefunden und sichergestellt. Der 49-jährige Mann wurde für weitere Maßnahmen auf das Revier gebracht. Eine Durchsuchung seiner Wohnung brachte keine weiteren Drogen zum Vorschein. Der bereits bekannte Tatverdächtige muss sich nun wegen illegalen Handels mit Heroin verantworten.
Die Festnahme des 50-jährigen Mannes gelang der Polizei am Nachmittag gegen 15:30 Uhr in der Mauerstraße, nachdem ein Zivilfahnder zuvor im Lutherpark ein mutmaßliches Drogengeschäft beobachtet hatte. Die unbekannten Käufer konnten nicht mehr gefunden werden. Bei der Durchsuchung des Verdächtigen fanden die Beamten neben 17 verkaufsfertigen Plomben Kokain und knapp 5 Gramm Crack auch 61 verschreibungspflichtige Tabletten, Mobiltelefone und eine Feinwaage. Aufgrund seiner früheren Vergehen im illegalen Drogenhandel besteht der Verdacht, dass er den Handel mit Betäubungsmitteln und verschreibungspflichtigen Medikamenten gewerbsmäßig betreibt. Er befindet sich seit seiner Festnahme in Polizeigewahrsam.
Weitere Informationen zur Innenstadtoffensive Hessen finden Sie unter: https://innen.hessen.de/sicherheit/polizei/innenstadtoffensive-hessen
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 25.216 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 24.363 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 23.331 auf 22.378 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 19.820 auf 19.168, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17.704 auf 17.079 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2.116 auf 2.089 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6.321 auf 6.494. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 70.510 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 25.216 | 24.363 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 23.331 | 22.378 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.820 | 19.168 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.704 | 17.079 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.116 | 2.089 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.321 | 6.494 |
Quelle: Bundeskriminalamt








