Ein betrunkener Autofahrer leistete Widerstand bei Festnahme auf B252 in Münchhausen. Keine Verletzten, aber Beamte leicht verletzt.
Münchhausen: Verkehrsdelikt und Festnahme nach Polizeiabsperrung

Giessen (ost)
B252-Münchhausen: Fahrt durch Polizeiabsperrung und Widerstand bei Festnahme
Gestern Abend (7. September) fuhr ein 22-jähriger Fahrer mit seinem Auto auf der Bundesstraße 252 bei Münchhausen durch eine Polizeiabsperrung. Danach leistete der Mann, der anscheinend betrunken war und keine gültige Fahrerlaubnis hatte, Widerstand bei seiner Festnahme. Die B252 war wegen Reinigungsarbeiten nach einem Verkehrsunfall im Bereich Münchhausen vollständig gesperrt. Gegen 22.25 Uhr näherte sich ein BMW dem Streifenwagen am Absperrpunkt an der Anschlussstelle Niederasphe in Richtung Frankenberg. Als ein Polizist zum Auto ging, beschleunigte der Fahrer plötzlich, überholte den Streifenwagen und fuhr in Richtung Unfallstelle weiter. Dabei überfuhr er einen Leitkegel und kam schließlich nur wenige Meter vor einem Einsatzfahrzeug zum Stehen. Niemand wurde verletzt. Der Leitkegel wurde beschädigt. Die Beamten forderten den Fahrer mehrmals auf, auszusteigen. Der 22-Jährige ignorierte die Anweisungen und klammerte sich am Lenkrad fest, sodass die Einsatzkräfte ihn aus dem Auto ziehen mussten. Auch beim Anlegen der Handschellen leistete er Widerstand. Schließlich gelang es den Beamten, den 22-Jährigen zu fesseln. Eine Polizistin und ein Polizist wurden dabei leicht verletzt. Sie konnten jedoch weiterarbeiten. Auch der Festgenommene erlitt leichte Verletzungen, die medizinisch behandelt wurden. Die Beamten bemerkten deutlichen Alkoholgeruch bei dem 45-Jährigen. Er lehnte jedoch einen Atemalkoholtest ab. Außerdem stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Autofahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Der Mann aus Wetter musste schließlich die Polizisten zur Wache nach Marburg begleiten. Dort führte ein hinzugezogener Arzt eine Blutentnahme durch. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Gegen ihn werden nun Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Marburg: Einbruch in Schule
In der Schulstraße brachen Unbekannte am vergangenen Wochenende zwischen Freitag (4. September), 14.30 Uhr, und Montag (7. September), 6.45 Uhr, eine Seitentür einer Schule auf und drangen ein. Im Gebäude brachen sie gewaltsam eine Tür zu einem Technikraum auf und stahlen mehrere Tablets. Danach konnten sie unbemerkt entkommen. Die Reparaturkosten für die Einbruchsschäden belaufen sich auf etwa 500 Euro. Die Ermittler der Marburger Polizei suchen Zeugen und fragen: Wer hat den Einbruch beobachtet und kann Hinweise geben? Zeugen werden gebeten, sich telefonisch unter (06421) 4060 mit der Polizei in Marburg in Verbindung zu setzen.
Alisa Jockel
Pressesprecherin
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Hessen stiegen von 2022 auf 2023 an, wobei im Jahr 2022 4275 Fälle registriert wurden und im Jahr 2023 stieg die Zahl auf 5206. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 723 im Jahr 2022 auf 840 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen in Hessen betrug 598 im Jahr 2023, wobei 511 männliche und 87 weibliche Verdächtige waren. Von den Verdächtigen waren 270 nicht-deutsche Staatsbürger. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 27061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.275 | 5.206 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 723 | 840 |
| Anzahl der Verdächtigen | 569 | 598 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 498 | 511 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 71 | 87 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 275 | 270 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1.164 Fällen oder 0,8% vertreten. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% ausmacht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








