Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Münster: Falscher Bankmitarbeiter betrügt 58-Jährige

Ein Betrüger in Münster erbeutet tausende Euro, indem er Zugangsdaten stiehlt und Überweisungen tätigt. Die Polizei warnt vor solchen Maschen und gibt Tipps zur Prävention.

Foto: unsplash

Münster (ost)

Am Dienstag (17.3.) wurde einer 58-jährigen Frau aus Münster ihr Hab und Gut von einem falschen Bankangestellten genommen. Ersten Untersuchungen zufolge hat der bisher unbekannte Betrüger zunächst eine täuschend echt aussehende E-Mail verschickt und so Zugriff auf die Zugangsdaten der Online-Banking-App erhalten. Um den Eindruck eines echten Bankangestellten aufrechtzuerhalten, hat der Kriminelle anschließend die Dame über eine manipulierte Rufnummer kontaktiert. Durch geschicktes Gesprächsmanagement hat er weitere Anweisungen gegeben, wodurch mehrere Überweisungen auf verschiedene Bankkonten getätigt wurden. Der Betrüger konnte durch diese Methode mehrere tausend Euro erbeuten.

Die Polizei warnt vor diesem Hintergrund:

Geben Sie am Telefon niemals Bankdaten oder persönliche Daten preis. Seien Sie bei Anrufen, die Überweisungen oder sensible Bankdaten betreffen, immer skeptisch. Sollten Zweifel aufkommen, sollten Betroffene Rat bei Familienmitgliedern suchen und die Polizei informieren. PIN- oder TAN-Nummern sollten niemals an Dritte weitergegeben werden. Auch nicht am Telefon oder per E-Mail. Echte Bankangestellte fragen niemals nach Nummern oder Passwörtern. Wenn solche Daten abgefragt werden, ist davon auszugehen, dass es sich um eine Betrugsmasche handelt.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 auf 4224. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 2653 auf 2828. Darunter waren 1806 männliche Verdächtige, 847 weibliche Verdächtige und 851 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24