Polizei kontrollierte Fahrer auf Alkohol und Drogen. Zahlreiche Verstöße festgestellt, 15 Personen mussten Blutproben abgeben. Auffällige Funde von Kokain und Waffen.
Nidderau: Drogenkontrollen im Straßenverkehr
Südosthessen (ost)
(fg) Die Entdeckung von Drogen im Straßenverkehr ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil der täglichen Streifentätigkeit. Polizeibeamtinnen und -beamte führten daher ab Montagnachmittag Kontrollen in zwei gebildeten Einsatzabschnitten in der Polizeidirektion Offenbach sowie der Polizeidirektion Main-Kinzig durch.
Das Ziel solcher geplanter Einsatzmaßnahmen ist es immer, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und insbesondere gegen Alkohol- oder Drogeneinfluss am Steuer vorzugehen. Während der Kontrollen wurden zahlreiche Verstöße festgestellt und geahndet. Insgesamt mussten in beiden Einsatzabschnitten 15 Personen Blutproben abgeben; sie stehen unter dem Verdacht, unter Alkoholeinfluss oder dem Einfluss anderer Drogen am Steuer gewesen zu sein.
Die Beamtinnen und Beamten, die im Main-Kinzig-Kreis kontrollierten, waren in Nidderau und Langenselbold unterwegs. In Offenbach wurden die Kontrollen im Stadtgebiet durchgeführt.
Main-Kinzig-Kreis
In Heldenbergen hielt eine Streife gegen 16.20 Uhr in der Konrad-Adenauer-Allee einen Verkehrsteilnehmer an, auf den nun mehrere Strafanzeigen zukommen. Der Mann fuhr offenbar ohne gültige Fahrerlaubnis, ohne Versicherungsschutz und unter dem Einfluss von Drogen; er musste sein Auto stehen lassen und auf der Wache unter anderem eine Blutprobe abgeben. Drei weitere Verkehrsteilnehmer waren ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs. Zudem wurden zwei Anzeigen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz und zehn Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstellt.
Offenbach
Am Nachmittag, gegen 15.40 Uhr, hielt eine Besatzung einen schwarzen BMW M4 in der Straße “Nordring” an, an dessen Steuer ein 18-Jähriger aus Mühlheim am Main saß. Im Rahmen der Kontrolle wurden sechs kleine Umschläge gefunden, die mit Kokain gefüllt waren. Diese sollten offensichtlich nach Frankfurt gebracht werden. Der Mühlheimer steht nun unter dem Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln.
Am Abend hielten die Ordnungshüter einen 35 Jahre alten Mann in der Straße “Nordring” in seinem grauen Opel Movano an. Da der Verdacht bestand, dass er auch unter dem Einfluss von Drogen unterwegs war, wurde ein freiwilliger Urintest durchgeführt. Dieser war unter anderem positiv auf Kokain. Der 35-Jährige musste sein Auto stehen lassen und mit zur Wache kommen. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer hatte einen offenen Haftbefehl, den er gegen die Zahlung von 2.000 Euro abwenden konnte. Auf fünf weitere Personen kommen Ordnungswidrigkeitsanzeigen zu.
Neben den präventiven Gesprächen bot die Polizei den kontrollierten Fahrerinnen und Fahrern auch praktische Tipps zur Verbesserung ihrer Verkehrssicherheit an. Der Konsum von Drogen und Alkohol am Steuer gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch das Leben anderer. Die Durchführung dieser und ähnlicher Kontrollen bleibt daher ein zentrales Anliegen der Polizei, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.
Offenbach, 14.01.2025, Pressestelle, Thomas Leipold
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der gemeldeten Fälle von 24363 im Jahr 2022 auf 26518 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren (17106). Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
2022 | 2023 | |
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Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle entspricht. Die meisten Unfälle, nämlich 117.817, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 81,02% ausmacht. Bezogen auf die Ortslage ereigneten sich 14.839 Unfälle innerorts (10,2%), 7.577 außerorts (5,21%) und 3.013 auf Autobahnen (2,07%). Bei den Verletzten gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
2023 | |
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Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
Ortslage – innerorts | 14.839 |
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
Getötete | 188 |
Schwerverletzte | 3.537 |
Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)