Zwei Unfälle aufgrund von überholendem Audi und Auffahrunfall, 8 Fahrzeuge beschädigt, Gesamtsachschaden EUR 88.000.
Niedernhausen: Vollsperrung BAB 3 nach schweren Unfällen

Wiesbaden (ost)
Am Sonntagnachmittag des 26. Juli 2026 um 15:31 Uhr musste der 54-jährige Fahrer eines Ford Focus auf dem linken Fahrstreifen der BAB 3 ungefähr einen Kilometer vor der Rastanlage Medenbach in Fahrtrichtung Würzburg stark abbremsen. Der Grund dafür war ein bisher unbekannter Audi, der ihn rechts überholte und dann schnitt. Die nachfolgende 25-jährige Fahrerin, ebenfalls in einem Audi, fuhr dem 54-Jährigen auf. Drei weitere nachfolgende Fahrzeuge waren ebenfalls betroffen.
Bei dem Auffahrunfall wurde die 54-jährige Beifahrerin der 25-Jährigen schwer verletzt und musste von den Rettungskräften ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden. Aufgrund des Rettungseinsatzes und der Trümmerteile auf der Fahrbahn musste die Fahrtrichtung Würzburg vollständig gesperrt werden.
Es kam wahrscheinlich aufgrund der Vollsperrung zwei Kilometer vor der ersten Unfallstelle zu einem weiteren Auffahrunfall auf dem linken Fahrstreifen. Der 86-jährige Fahrer eines BMW bemerkte die vor ihm bremsenden Fahrzeuge zu spät und fuhr auf seinen Vordermann auf. Ein nachfolgendes Fahrzeug fuhr daraufhin auf den 86-Jährigen auf. Der 86-Jährige und seine 84-jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht.
Insgesamt wurden bei den Unfällen 8 Fahrzeuge beschädigt, von denen vier abgeschleppt werden mussten. Die Fahrbahn wurde nach ungefähr 3 Stunden vollständig für den Verkehr freigegeben. Die Verkehrsbehinderung war aufgrund der Umleitungsempfehlungen über Niedernhausen und Idstein gering.
Die Polizei schätzt den Gesamtsachschaden auf ungefähr 88.000 Euro.
Die polizeilichen Ermittlungen zum vermutlich unfallverursachenden Audi-Fahrer dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% aller Unfälle sind. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle, nämlich 117.817, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 81,02% entspricht. 14.839 Unfälle ereigneten sich innerorts (10,2%), 7.577 außerorts (5,21%) und 3.013 auf Autobahnen (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








