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Niedersachsen: Großkontrolle an der Tank- und Rastanlage Kassel-Ost

Beamte kontrollierten Güterverkehr, feststellte zahlreiche Verstöße. 52 Ordnungswidrigkeitsanzeigen im Bereich Sozialvorschriften und Gefahrgutrecht.

Großkontrolle_Rastanlage_Kassel_Ost
Foto: Presseportal.de

Kassel (ost)

Kassel / Autobahn 7:

Am gestrigen Mittwoch führten die Beamten der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Nordhessen eine umfangreiche Kontrolle an der Tank- und Rastanlage Kassel Ost durch. Zwischen 9 und 16 Uhr überprüften die Einsatzkräfte den Güterverkehr auf der Autobahn 7 und legten dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Überprüfung von Gefahrgut-, Abfall- und Tiertransporten sowie die Einhaltung der Sozialvorschriften im Straßenverkehr. An der Kontrolle waren verschiedene Fachbehörden und Kontrollinstitutionen beteiligt. Neben den Einsatzkräften der Polizei aus fast allen hessischen Polizeipräsidien und aus Niedersachsen nahmen unter anderem auch Vertreter der Bundeswehr, des Landkreises Kassel und des Ordnungsamts der Stadt Kassel an den Maßnahmen teil, ebenso wie das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) und der Zoll. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte die Kontrollstelle umfangreich bei der gesamten Logistik und sorgte für die erforderliche infrastrukturelle Unterstützung, um die umfangreiche Kontrollmaßnahme professionell durchführen zu können. Insgesamt waren über 100 Personen an den Kontrollen beteiligt, die der Verbesserung der Verkehrssicherheit dienten.

Bei der Überprüfung von 129 Fahrzeugen wurden insgesamt 52 Verstöße festgestellt

Während der Kontrolle wurden insgesamt 129 Fahrzeuge und eine ähnliche Anzahl von Personen überprüft. Bei 15 Fahrzeugen wurde die Weiterfahrt untersagt. Gründe hierfür waren unter anderem gefährlich beschädigte Reifen, erhebliche Mängel bei der Ladungssicherung, fehlerhaft gekennzeichnetes oder unzureichend gesichertes Gefahrgut, erhebliche Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie Manipulationen im Zusammenhang mit Kontrollgeräten. Darunter waren auch Fälle des Fahrens mit einer fremden Fahrerkarte. Diese Verstöße gegen die Sozialvorschriften sind nicht nur schwerwiegend, es besteht auch der Verdacht auf den Gebrauch falscher Ausweise und das Fälschen technischer Aufzeichnungen. In einem Fall wurde einem Fahrzeugführer die Weiterfahrt untersagt, da er ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs war. Ein weiterer Fall betraf einen Fahrer aus einem Drittland, der für ein polnisches Unternehmen innerhalb der Europäischen Union arbeitete, ohne die erforderliche Arbeitserlaubnis zu besitzen. Auch hier wurde die Weiterfahrt sofort untersagt. Insgesamt wurden 52 Ordnungswidrigkeitsanzeigen im Bereich der Sozialvorschriften sowie des Gefahrgut- und Abfallrechts erstellt. Die Fahrer mussten insgesamt rund 7.500 Euro an Sicherheitsleistungen und Geldbußen zahlen.

Kontrollen zur Steigerung der Verkehrssicherheit werden fortgesetzt

Die Beamten der Kasseler Verkehrsinspektion zogen ein sehr positives Fazit aus der Kontrolle, sodass ähnliche Kontrollen für den Schwerverkehr auch in Zukunft zur Erhöhung der Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Die Vielzahl der festgestellten Verstöße unterstreicht deutlich die Notwendigkeit solcher spezialisierter Kontrollmaßnahmen. Gleichzeitig zeigt die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden die Bedeutung einer vernetzten Kontrollstrategie zur Steigerung der Verkehrssicherheit und zur effektiven Bekämpfung von Verstößen im gewerblichen Straßenverkehr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon entfallen 19.527 (13,43%) auf Unfälle mit Personenschaden, 6.914 (4,75%) auf schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden und 1.164 (0,8%) auf Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel. Die restlichen 117.817 (81,02%) sind übrige Sachschadensunfälle. In der Ortslage ereigneten sich 14.839 (10,2%) Unfälle innerorts, 7.577 (5,21%) außerorts (ohne Autobahnen) und 3.013 (2,07%) auf Autobahnen. Dabei gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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