Viele Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs, trotz erhöhter Messungen zur Verkehrssicherheit der Schülerinnen und Schüler. 18,3% Überschreitungsraten, vor allem in Kassel.
Nieste: Tempo-Kontrollen an Schulen nach den Herbstferien

Kassel (ost)
In Kassel-Waldau und Nieste (Landkreis Kassel) führt das Radarkommando des Polizeipräsidiums Nordhessen zusammen mit den Kommunen am ersten Tag nach den Schulferien traditionell Geschwindigkeitskontrollen durch. Das Ziel der Messungen in der Nähe von Schulen ist es, die Verkehrssicherheit für die Schülerinnen und Schüler zu erhöhen und Autofahrer auf die Gefahren des zu schnellen Fahrens aufmerksam zu machen. Auch heute fanden solche Tempo-Kontrollen statt, diesmal in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kaufungen. Zwischen 7:00 und 13:00 Uhr wurden sowohl an der Grundschule Nieste als auch an der Offenen Schule Waldau in Kassel die Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer überprüft. Insgesamt passierten 655 Fahrzeuge in dieser Zeit die beiden Messstellen, wobei das Gesamtergebnis nicht erfreulich ist: 120 Fahrerinnen und Fahrer waren etwa 18,3 Prozent zu schnell unterwegs, was einen relativ hohen Wert darstellt. Üblicherweise liegen die Überschreitungsraten bei solchen Messungen im einstelligen Bereich. Der Großteil der zu schnell fahrenden Fahrzeuge wurde jedoch in Kassel erwischt.
An der Offenen Schule Waldau waren 114 von 455 Fahrzeugen zu schnell unterwegs. Zwei Fahrer überschritten die erlaubten 30 km/h um mehr als 16 km/h, weshalb sie nun mit Bußgeldern ab 70 Euro rechnen müssen. In Nieste war nur ein kleiner Teil der Autofahrer zu schnell unterwegs. Nur bei 6 von 200 Autos wurde dort „geblitzt“. Zum Glück wurden an beiden Schulen keine Raser festgestellt. Die Höchstgeschwindigkeit betrug in Kassel 55 km/h.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Hessen insgesamt 136.931 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.155 Unfälle mit Personenschaden, was 13,99% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden beliefen sich auf 6.406 Fälle, was 4,68% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.202 Fällen registriert, was 0,88% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle betrugen 110.168, was 80,46% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 90.136 Unfälle (65,83%), außerorts (ohne Autobahnen) 32.117 Unfälle (23,45%) und auf Autobahnen 14.678 Unfälle (10,72%). Insgesamt gab es 208 Getötete, 3.878 Schwerverletzte und 20.881 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 136.931 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.155 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.406 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.202 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 110.168 |
| Ortslage – innerorts | 90.136 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 32.117 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 14.678 |
| Getötete | 208 |
| Schwerverletzte | 3.878 |
| Leichtverletzte | 20.881 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








