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Nordrhein-Westfalen: CRIMEMARKET – Großeinsatz gegen kriminelle Handelsplattform im Internet

Hessische Strafverfolgungsbehörden beteiligen sich an bundesweitem Einsatz gegen Nutzer von CRIMEMARKET. Durchsuchungen und Sicherstellungen bei sechs Beschuldigten in Hessen.

Foto: Depositphotos

Wiesbaden (ost)

Razzien und Beschlagnahmungen bei sechs Verdächtigen in Hessen

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – und die Polizeipräsidien Frankfurt am Main, Mittel-, Ost-, Südost- und Westhessen waren gestern an einer groß angelegten Aktion gegen Nutzer der kriminellen Internet-Handelsplattform CRIMEMARKET beteiligt. Die Operation in Hessen wurde vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) koordiniert.

CRIMEMARKET war eine deutschsprachige Internetplattform, auf der unter anderem Dienstleistungen für Betrug, Computerbetrug und Geldwäsche angeboten sowie gestohlene Daten verkauft wurden. Darüber hinaus wurden über die Plattform auch illegale Waren wie Drogen, gefälschte Waren und Waffen gehandelt. CRIMEMARKET war sowohl im Darknet als auch im normalen Internet erreichbar und akzeptierte zur Vereinfachung der Zahlungsvorgänge Kryptowährungen wie Bitcoin über einen Treuhanddienst.

Im Rahmen einer groß angelegten Aktion, koordiniert durch die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) der Staatsanwaltschaft Köln und das Polizeipräsidium Düsseldorf, wurden gestern, am 29.02., bundesweit knapp 100 Objekte durchsucht und polizeiliche Maßnahmen wie Beschlagnahmungen und Vernehmungen bei einer Vielzahl von CRIMEMARKET-Nutzern durchgeführt.

Die polizeilichen Maßnahmen in Hessen richteten sich insgesamt gegen sechs Verdächtige. Es handelt sich um sechs Männer im Alter von 25 bis 39 Jahren aus Frankfurt am Main, dem Lahn-Dill-Kreis, dem Main-Kinzig-Kreis, dem Wetteraukreis sowie den Landkreisen Limburg-Weilburg und Hersfeld-Rotenburg.

Gegen einzelne Verdächtige wird unter anderem wegen Betrugs oder Computerbetrugs gemäß §§ 263, 263a des Strafgesetzbuchs im Zusammenhang mit betrügerischen Online-Angeboten und dem Missbrauch von Online-Zahlungssystemen ermittelt. Es besteht auch der Verdacht der Geldwäsche gemäß § 261 des Strafgesetzbuchs im Zusammenhang mit der Verschleierung von betrügerisch erlangtem Geld. Darüber hinaus besteht der Verdacht der Datenhehlerei gemäß § 202d des Strafgesetzbuchs durch den Kauf gestohlener Zugangsdaten sowie der Hehlerei gemäß § 259 des Strafgesetzbuchs durch den Kauf von betrügerisch erlangten Elektronikgeräten. Gegen andere Verdächtige besteht unter anderem der Verdacht des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln gemäß § 29a des Betäubungsmittelgesetzes. Gegen einen Verdächtigen besteht zudem der Verdacht der Beihilfe gemäß § 27 des Strafgesetzbuchs zu den genannten Straftaten durch die Erstellung professioneller Werbebanner und Logos für den gewerbsmäßigen Verkauf illegaler Dienstleistungen und Waren.

In den von der ZIT geleiteten Ermittlungsverfahren wurden eine Vielzahl von internetfähigen Geräten und Datenträgern sowie Betäubungsmittel von Beamten der Polizeipräsidien sichergestellt.

Die Ermittlungen und die Auswertung der sichergestellten Speichermedien dauern an.

Kontakt:

Hessisches Landeskriminalamt
Frederik Voß
Telefon: 0611/83-8310
E-Mail: kommunikation.hlka@polizei.hessen.de
http://www.polizei.hessen.de

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 25.216 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 23.331 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 19.820, darunter 17.704 Männer, 2.116 Frauen und 6.321 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2022 sank die Gesamtzahl der registrierten Fälle auf 24.363, wobei 22.378 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 19.168, darunter 17.079 Männer, 2.089 Frauen und 6.494 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70.510 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 25.216 24.363
Anzahl der aufgeklärten Fälle 23.331 22.378
Anzahl der Verdächtigen 19.820 19.168
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.704 17.079
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.116 2.089
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.321 6.494

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 9798 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 4173 im Jahr 2021 auf 3961 im Jahr 2022 gesunken ist, bleibt die Gesamtzahl der Verdächtigen mit 2653 relativ stabil. Im Vergleich dazu verzeichnet Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen. Es ist wichtig, dass die Behörden in Hessen weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die steigende Zahl von Cyberkriminalitätsfällen einzudämmen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 8.896 9.798
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.173 3.961
Anzahl der Verdächtigen 2.766 2.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.945 1.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 821 847
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 948 851

Quelle: Bundeskriminalamt

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