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Oberursel: Betrugsanruf nach Traueranzeige

Telefonbetrüger nutzen persönlichen Verlust aus, um an Erspartes zu gelangen. Rentnerin widersteht der Masche und warnt vor Betrug am Telefon.

Foto: Depositphotos

Bad Homburg v.d. Höhe (ost)

1. Nach Todesanzeige Betrugsanruf,

Königstein, gemeldet am Freitag, 16.08.2024

(da) In den letzten Tagen haben Telefonbetrüger versucht, das persönliche Leid einer Rentnerin aus Königstein auszunutzen, um an ihr Geld zu gelangen. Sie gaben sich am Telefon als Polizisten aus und behaupteten, dass ihr Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Ein Kind sei dabei gestorben und nun müsse die Angerufene eine Kaution zahlen, damit ihr Sohn nicht ins Gefängnis müsse. Besonders perfide war, dass die Täter anscheinend zuvor die Todesanzeigen in der Lokalpresse studiert hatten. Die Dame hatte nämlich den Tod ihres Ehemannes zu beklagen und eine entsprechende Traueranzeige geschaltet, in der auch der Sohn als Hinterbliebener aufgeführt war. Diese Information nutzten die Anrufer für ihren dreisten Betrugsversuch. Glücklicherweise ließ sich die Rentnerin trotz des enormen seelischen Drucks nicht auf den Betrug ein und legte auf. Die Polizei warnt erneut eindringlich vor betrügerischen Anrufen am Telefon. Diese Art des Betrugs ist eine Masche, die gezielt auf ältere Mitbürger abzielt. Diese „Zielgruppe“ ist möglicherweise nicht regelmäßig über solche Verbrechen informiert und ist im schlimmsten Fall überfordert, wenn die Betrüger sich am Telefon als Polizei ausgeben und durch ihr geschultes und hochprofessionelles Verhalten gezielt die Ängste und Sorgen ihrer Opfer ausnutzen. Oft besteht bei dieser Bevölkerungsgruppe auch ein starkes Bedürfnis, ihren Kindern oder Enkelkindern zu helfen. Daher bittet die Polizei: Überlegen Sie, wer in Ihrem Bekanntenkreis möglicherweise noch nicht über diese Betrugsmasche informiert ist, und sprechen Sie diese gezielt darauf an. Nur so kann diesem Treiben Einhalt geboten werden.

2. Angriff mit Pfefferspray,

Bad Homburg, Schaberweg, Sonntag, 18.08.2024, 15.30 Uhr

(da) Am Sonntagnachmittag wurde ein Mann in Bad Homburg von einem Unbekannten mit Pfefferspray angegriffen. Der 32-Jährige war gegen 15.30 Uhr zu Fuß im Schaberweg unterwegs. An der Kreuzung zur Horexstraße hielt ein schwarzer Mercedes neben ihm. Im Auto saßen eine Frau und ein Mann. Der Mann stieg aus und sprach den 32-Jährigen an. Während des Gesprächs zog er plötzlich Pfefferspray und sprühte dem Passanten ins Gesicht. Danach flüchtete er mit dem Auto in Richtung Landratsamt. Der Unbekannte war ein Mann mit langen schwarzen Haaren und kräftiger Statur. Er trug eine rote Jacke. Seine Begleiterin hatte schwarze schulterlange Haare und trug ein blaues Kleid. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeistation Bad Homburg unter der Rufnummer (06172) 120-0 in Verbindung zu setzen.

3. Einbrecher stehlen Angelausrüstung,

Oberursel, Richard-Wagner-Straße, Freitag, 16.08.2024, 19 Uhr bis Samstag, 17.08.2024, 2.45 Uhr

(da) Am vergangenen Wochenende haben Einbrecher in Oberursel Angelausrüstung gestohlen. Die Täter drangen zwischen Freitagabend und dem frühen Samstagmorgen über den Balkon in ein Einfamilienhaus in der Richard-Wagner-Straße ein. Dort durchsuchten sie die Räume nach Wertgegenständen. Mit Angelausrüstung im Wert von einigen hundert Euro flohen sie unerkannt. Wenn Sie den Einbruch beobachtet haben oder Hinweise zur Tat geben können, nehmen Sie bitte Kontakt mit der Polizeistation Oberursel unter der Rufnummer (06171) 6240-0 auf.

4. Fahrfehler führt zu Unfall im Taunus,

Landesstraße 3024 bei Glashütten, Sonntag, 18.08.2024, 18 Uhr

(da) Ein vermutlicher Fahrfehler führte am Sonntagabend zu einem Unfall zwischen einem Motorrad und einem Auto. Gegen 18 Uhr fuhr eine 17-Jährige mit ihrem Yamaha-Leichtkraftrad auf der Landesstraße 3024 vom Feldberg kommend in Richtung „Rotes Kreuz“. In einer Rechtskurve kam ihr auf der Gegenfahrbahn ein Ford Kuga entgegen. Vermutlich erschrocken bremste die Motorradfahrerin, stürzte und rutschte in den Ford. Dabei zog sie sich leichte Verletzungen zu. Ein Rettungswagen brachte sie zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus. Ihre Eltern wurden ebenfalls informiert. An beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden von rund 4.000 Euro. Die Yamaha war nicht mehr fahrbereit. Während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme war der Streckenabschnitt zeitweise in beide Richtungen gesperrt.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2021/2022

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 3858 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 4275 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging jedoch von 810 im Jahr 2021 auf 723 im Jahr 2022 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank ebenfalls von 637 auf 569. Von den Verdächtigen waren 571 männlich und 66 weiblich, wobei 266 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Einbruchsfällen in Deutschland mit 23528 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.858 4.275
Anzahl der aufgeklärten Fälle 810 723
Anzahl der Verdächtigen 637 569
Anzahl der männlichen Verdächtigen 571 498
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 66 71
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 266 275

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Hessen insgesamt 136.931 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.155 Unfälle mit Personenschaden, was 13,99% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 6.406, was 4,68% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 1.202 Fälle aus, was 0,88% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 110.168, was 80,46% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 90.136 Unfälle (65,83%), außerorts (ohne Autobahnen) 32.117 (23,45%) und auf Autobahnen 14.678 (10,72%). Bei den Verkehrsunfällen gab es 208 Getötete, 3.878 Schwerverletzte und 20.881 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 136.931
Unfälle mit Personenschaden 19.155
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.406
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.202
Übrige Sachschadensunfälle 110.168
Ortslage – innerorts 90.136
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 32.117
Ortslage – auf Autobahnen 14.678
Getötete 208
Schwerverletzte 3.878
Leichtverletzte 20.881

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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