Als angebliche Polizeibeamte haben dreiste Betrüger am Donnerstag eine Rentnerin aus Steinbach um ihre Ersparnisse gebracht – die Beute: Schmuck und Münzen im Wert von mehreren zehntausend Euro. Am Vormittag erhielt die Rentnerin einen Anruf. Am Apparat stellte sich die Kriminalpolizei aus Frankfurt vor.
Oberursel: Falsche Polizeibeamte erbeuten Schmuck und Münzen

Bad Homburg v.d. Höhe (ost)
1. Falsche Beamte der Polizei haben Schmuck und Münzen gestohlen, Steinbach, Industriestraße, Donnerstag, 24.04.2025, 12 bis 13 Uhr
(da)Mit dem Vorwand, Polizeibeamte zu sein, haben dreiste Betrüger am Donnerstag einer älteren Frau aus Steinbach ihre Ersparnisse genommen – die gestohlene Beute: Schmuck und Münzen im Wert von mehreren zehntausend Euro. Am Vormittag erhielt die Frau einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung gab sich die Kriminalpolizei aus Frankfurt aus. In Wirklichkeit handelte es sich um Betrüger, die nur auf das Geld und die Wertsachen der Frau aus waren. Sie erzählten der Frau, dass es in ihrer Nachbarschaft Einbrüche gegeben habe. Im Zuge der Ermittlungen sei ein Zettel gefunden worden, auf dem auch der Name der Angerufenen stand. Daher sei es das oberste Ziel der Polizei, den Schmuck der Frau in Sicherheit zu bringen. Mit Hilfe der Frau könnten die Einbrecher in eine Falle gelockt werden. Die Betrüger forderten die Frau auf, ihr Erspartes zusammenzusuchen und zu einem Discounter-Supermarkt in der Industriestraße zu kommen. Mit Münzen und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro begab sich die Frau auf den Parkplatz und versteckte nach Anweisung ihre Wertsachen unter einem Auto. Danach sollte sie im Supermarkt auf weitere Anweisungen warten. Während sie im Supermarkt wartete, gelang es den Betrügern, unbemerkt den Schmuck unter dem Auto hervorzuholen und mit der gestohlenen Beute zu entkommen. Die Frau wurde die ganze Zeit am Telefon gehalten und durch geschickte Manipulation unter Druck gesetzt, indem mit ihren Sorgen und Ängsten gespielt wurde. Erst später wurde der Betrug entdeckt und die echte Polizei informiert. Nun ermittelt die Kriminalpolizei. Die Betrogene erinnerte sich später an einen Mann, der bei ihrer Ankunft auf dem Parkplatz ständig telefonierte. Der Mann war etwa 30 Jahre alt und trug einen Adidas-Anzug.
Die Methoden der Betrüger sind vielfältig, aber das Ergebnis ist immer dasselbe: Das Vermögen der Opfer sei in Gefahr und die Polizei müsse es jetzt sichern! Grundsätzlich gilt: Die Polizei wird niemals Wertgegenstände bei Ihnen abholen oder sichern wollen! Auch die Staatsanwaltschaft oder eine andere „Behörde“ wird dies nicht tun. Einfach aufzulegen, wenn solche Anrufe eingehen, ist nicht unhöflich, sondern meist die einzige Möglichkeit, die Täter loszuwerden. Durch geschickte Gesprächsführung schaffen es die Betrüger, dass die Opfer ihr gesamtes Bargeld oder hochwertige Wertgegenstände an einem Ort deponieren oder an Unbekannte übergeben. Daher der dringende Appell: Wenn Sie solche Anrufe erhalten, legen Sie sofort auf. Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de. Wer verdächtige Aktivitäten auf dem Parkplatz des Einkaufsmarktes in der Industriestraße beobachtet hat oder anderweitig zur Aufklärung des Verbrechens beitragen kann, wird gebeten, sich mit der Polizeistation Oberursel unter der Rufnummer (06171) 6240-0 in Verbindung zu setzen.
2. Einbruch in Supermarkt,
Weilrod, Riedelbach, Talaue, Freitag, 25.04.2025, 2.55 Uhr
(da)Früh am Freitagmorgen brachen Diebe in Weilrod (Riedelbach) ein. Um 2.55 Uhr brachen die bisher unbekannten Täter die Eingangstür eines Supermarktes in der Straße „Talaue“ auf. Danach hoben sie das dahinter liegende Rolltor an und gelangten so in die Verkaufsräume. Dort hatten sie es auf Zigaretten aus der Auslage im Kassenbereich abgesehen. Mit dieser Beute im Wert von rund 3.000 Euro flohen sie dann. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Sollten Sie verdächtige Personen oder Fahrzeuge in besagtem Zeitraum bemerkt haben, nehmen Sie bitte unter der Rufnummer (06081) 9208-0 Kontakt mit der Polizeistation Usingen auf.
3. Keine Beute bei Einbruchsversuch,
Bad Homburg, Ober-Eschbach, Am Römischen Hof, Mittwoch, 23.04.2025, 19 Uhr bis Donnerstag, 24.04.2025, 5 Uhr
(da)In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag scheiterten Einbrecher in Bad Homburg (Ober-Eschbach). Die bislang unbekannten Täter brachen zwischen 19 Uhr und 5 Uhr einen Teil des Gitters eines Garagentores in der Straße „Am Römischen Hof“ auf. So gelangten sie in die dortige Tiefgarage. Trotzdem konnten sie laut Polizeiangaben keine Beute machen und flüchteten ohne Erfolg. Sie hinterließen einen Schaden von mehreren hundert Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise nimmt die Polizeistation Bad Homburg unter der Rufnummer (06172) 120-0 entgegen.
4. Spritztour mit fremdem Auto,
Oberursel, Stierstadt, Zimmersmühlenweg, Donnerstag, 24.04.2025, 8.40 Uhr
(da)Eine Frau nutzte einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit in Oberursel am Donnerstag für eine Spritztour mit einem fremden Auto. Gegen 8.40 Uhr stand ein grauer Golf auf dem Parkplatz eines Supermarktes im Zimmersmühlenweg. Die Fahrertür des Golf stand offen und der Schlüssel steckte im Zündschloss. Als der Besitzer kurz unaufmerksam war, stieg eine Unbekannte in sein Auto und fuhr davon. Die Fahrt dauerte jedoch nicht lange. Nach wenigen hundert Metern parkte die Frau den Wagen am Fahrbahnrand und ließ ihn mit dem Schlüssel zurück. Die Polizei konnte sie jedoch ausfindig machen. Es handelte sich um eine 28-jährige Frau aus Frankfurt. Bei ihrer Festnahme befand sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand. Deshalb wurde sie mit einem Rettungswagen zunächst in ein Krankenhaus gebracht und dann in eine psychiatrische Einrichtung überführt. Gegen sie wird nun wegen unbefugter Nutzung eines Kraftfahrzeugs ermittelt.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 5206 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 723 im Jahr 2022 auf 840 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 598 relativ konstant, wobei die Mehrheit der Verdächtigen männlich war. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 27061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.275 | 5.206 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 723 | 840 |
| Anzahl der Verdächtigen | 569 | 598 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 498 | 511 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 71 | 87 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 275 | 270 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Autodiebstählen in Hessen für 2022/2023
Die Autodiebstahlraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind im Vergleich zu Berlin, der Region mit den meisten registrierten Fällen von Autodiebstahl in Deutschland im Jahr 2023 mit 7781 Fällen, relativ niedrig. Im Jahr 2022 wurden in Hessen 1075 Fälle von Autodiebstahl registriert, wobei 506 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 446 Verdächtige, darunter 414 Männer und 32 Frauen. Von den Verdächtigen waren 183 nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 1118, wobei nur 405 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 453, darunter 415 Männer und 38 Frauen. Von den Verdächtigen waren 201 nicht-deutscher Herkunft.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.075 | 1.118 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 506 | 405 |
| Anzahl der Verdächtigen | 446 | 453 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 414 | 415 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 32 | 38 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 183 | 201 |
Quelle: Bundeskriminalamt








