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Öffentlichkeitsfahndung: Mit gestohlener EC-Karte mehrfach Geld abgehoben

Im Oktober letzten Jahres wurde eine Frau Opfer eines Taschendiebs. Der unbekannte Täter erbeutete Bargeld an verschiedenen Geldautomaten in Wuppertal und Drensteinfurt.

Bild Täter Willingen
Foto: Presseportal.de

Korbach (ost)

In der offiziellen Mitteilung vom 03.04.2024, um 12.45 Uhr, auf https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44150/6005257, hat sich bedauerlicherweise aufgrund eines automatischen Korrekturfehlers ein Irrtum eingeschlichen. Die Mitteilung wurde nachträglich berichtigt, die korrekte Version lautet wie folgt:

Im Oktober des vergangenen Jahres wurde eine Frau in oder vor einem Supermarkt in Willingen Opfer eines Diebstahls. Der unbekannte Täter, der die EC-Karte gestohlen hatte, hob nur wenige Minuten später an einem Geldautomaten in der Nähe einen vierstelligen Betrag vom Konto des Opfers ab. In den folgenden Tagen setzte der Täter die Karte an zwei weiteren Geldautomaten in Wuppertal und in Drensteinfurt ein und erbeutete erneut Bargeld im unteren vierstelligen Bereich. Da der Täter bisher nicht identifiziert werden konnte, hat ein Richter die Veröffentlichung von Bildern des Unbekannten aus Überwachungskameras angeordnet. Die Polizei bittet um Hinweise zu dieser Person.

Der Diebstahl ereignete sich am 26.10.2024 gegen 11.30 Uhr in oder vor einem Supermarkt in der Briloner Straße in 34508 Willingen (Landkreis Waldeck-Frankenberg). Der genaue Ablauf des Diebstahls ist nicht bekannt. Nur etwa zehn Minuten später nutzte der Dieb erstmals die gestohlene EC-Karte. Die PIN hatte er vermutlich beim Bezahlen der Frau ausspioniert. Er hob an einem Geldautomaten in der Briloner Straße einen Betrag im unteren vierstelligen Bereich ab. Dabei wurde er von einer Kamera aufgenommen (Bild „26.10.2024 in Willingen“).

Am nächsten Tag (27.10.2024) versuchte derselbe Täter an einem Geldautomaten in der Lüttringhäuser Straße 7 in 42369 Wuppertal (NRW) erneut Geld abzuheben, was jedoch erfolglos blieb.

Mehrere Abhebungen mit der gestohlenen EC-Karte führte der Unbekannte am 30.10.2024 zwischen 10.31 und 10.33 Uhr an einem Automaten am Landsbergplatz in 48317 Drensteinfurt (Kreis Warendorf, NRW) durch, dabei ergaunerte er erneut einen Betrag im unteren vierstelligen Bereich. Auch hier wurde er von einer Kamera aufgenommen (Bild „30.10.2024 Drensteinfurt“).

Die zuständigen Ermittler des Betrugskommissariats der Kriminalpolizei in Korbach gehen davon aus, dass derselbe Täter weitere ähnliche Straftaten begangen hat.

Zeugen, die Hinweise auf die Identität des abgebildeten Mannes geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 05631/9710 oder bei jeder anderen Polizeistation zu melden.

Dirk Richter

Kriminalhauptkommissar

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Hessen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 5338 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6038 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 604 auf 649. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 549 auf 574, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit 39519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 5.338 6.038
Anzahl der aufgeklärten Fälle 604 649
Anzahl der Verdächtigen 549 574
Anzahl der männlichen Verdächtigen 464 473
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 85 101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 468 495

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 auf 4224. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 im Jahr 2022 auf 2828 im Jahr 2023. Darunter waren 1806 männliche Verdächtige und 847 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 1918 männliche und 910 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 851 auf 915. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 die meisten Cyberkriminalitätsfälle in Deutschland registriert, insgesamt 22125.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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