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Offenbach / Mühlheim am Main: Verstöße bei Verkehrskontrollen festgestellt

Verkehrsspezialisten des Polizeipräsidiums Südosthessen haben zahlreiche Verstöße bei umfangreichen Kontrollen in Offenbach und Mühlheim am Main festgestellt.

Foto: Unsplash

Offenbach / Mühlheim am Main (ost)

Spezialisten für Verkehr der Polizei Südosthessen haben bei umfangreichen Kontrollen in Offenbach und Mühlheim am Main am Sonntag zahlreiche Verstöße festgestellt. Zwischen 10 und 12.30 Uhr führten die Beamten Kontrollen auf der Mühlheimer Straße in Richtung Offenbach durch, danach von 13.30 bis 16 Uhr auf der Offenbacher Straße in Mühlheim in entgegengesetzter Richtung.

Neben festen Kontrollstellen wurde ein Geschwindigkeitsmesssystem mit Front- und Heckaufnahmen eingesetzt. Motorradpolizisten und speziell ausgerüstete Dienstfahrzeuge unterstützten die Maßnahmen, um auffällige Zweiräder und Autos zu den Kontrollstellen zu leiten.

Die Ergebnisse der Geschwindigkeitskontrollen waren deutlich: Auf der Mühlheimer Straße wurden bei 790 gemessenen Fahrzeugen 68 Verstöße festgestellt. In entgegengesetzter Richtung registrierten die Beamten bei 856 Fahrzeugen sogar 133 Geschwindigkeitsüberschreitungen. Insgesamt wurden vor Ort Bußgelder und Sicherheitsleistungen in Höhe von über 1.300 Euro erhoben.

Neben Geschwindigkeitsüberschreitungen standen insbesondere technisch modifizierte Fahrzeuge im Fokus der Kontrolleure. Bei fünf Fahrzeugen war die Betriebserlaubnis aufgrund unzulässiger Änderungen erloschen. In drei Fällen wurden die Fahrzeuge aufgrund erheblicher Umweltauswirkungen sichergestellt und sollen nun von Sachverständigen überprüft werden. Ein 17-jähriger Motorradfahrer aus Mühlheim durfte aufgrund schwerwiegender Mängel nicht weiterfahren. Er musste sein Motorrad nach Hause schieben.

Aufsehen erregte auch die Kontrolle einer Harley-Davidson. Bereits beim Einfahren in die Kontrollstelle bemerkten die Beamten einen starken Abgasgeruch. Eine Geräuschmessung ergab einen Wert von 105 Dezibel anstelle der erlaubten 100 Dezibel. Während der Messung schlugen auch Flammen aus den Endrohren des Auspuffs. Der vorgeschriebene Katalysator fehlte, weitere technische Änderungen wurden festgestellt. Das Motorrad wurde sichergestellt. Der Fahrer erwartet ein Bußgeld, ein Punkt und Gutachterkosten in Höhe von etwa 1.000 Euro.

Auch der Audi RS3 eines 22-jährigen Offenbachers wurde sichergestellt. An dem Fahrzeug stellten die Spezialisten eine unzulässige Steuerung der Abgasklappen fest, wodurch die Betriebserlaubnis erloschen war. Der Fahrer war den Beamten bereits bekannt: Vor fast genau zwei Jahren wurde bereits ein von ihm geführter Audi S3 aufgrund manipulierter Abgastechnik sichergestellt.

Die Aufdeckung solcher Manipulationen zeigt erneut: Solche Verstöße können oft nur entdeckt werden, wenn die Einsatzkräfte über das erforderliche Fachwissen und ein geschultes Auge für technische Veränderungen verfügen.

Besonders negativ fiel ein 38-jähriger Autofahrer aus Offenbach auf, der sein Kleinkind völlig ungesichert auf dem Beifahrersitz transportierte. Trotz Beanstandung war der Mann uneinsichtig und bezweifelte die Rechtmäßigkeit der Maßnahme. Ihn erwarten ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister.

Insgesamt wurden 90 Personen, 40 Motorräder, fünf Elektrokleinstfahrzeuge und 44 Pkw kontrolliert. Neben einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz wurden mehrere Mängelkarten ausgestellt und zahlreiche Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Polizei kündigte an, auch zukünftig verstärkt gegen Raser und Fahrzeugmanipulationen vorzugehen.

Quelle: Presseportal

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