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Offenbach: Polizei stellt zahlreiche Geschwindigkeitsverstöße fest

Bei nächtlichen Kontrollen auf der Mühlheimer Straße wurden 975 Fahrzeuge erfasst. 71 waren zu schnell, 20 müssen mit Bußgeld rechnen.

Foto: Depositphotos

Offenbach (ost)

(lei) Bei nächtlichen Geschwindigkeitskontrollen auf der Mühlheimer Straße hat die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt. Einsatzkräfte der Verkehrsinspektion überwachten dort in der Nacht zu Freitag für mehrere Stunden den Verkehr.

Ab 21.45 Uhr wurden während der folgenden drei Stunden insgesamt 975 Fahrzeuge erfasst. 71 davon waren zu schnell unterwegs, was einer Quote von 7,3 Prozent entspricht. In 48 Fällen bedeutete dies ein Verwarnungsgeld, 20 Verkehrsteilnehmende müssen mit einem Bußgeld rechnen und drei Fahrern droht sogar ein Fahrverbot.

Im Fokus der Beamten standen auch mehrere Fahrzeuge, bei denen ein Bezug zur Tuner-, Raser- und Poserszene nicht ausgeschlossen wird. Drei Autofahrer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h deutlich und wurden mit mehr als 100 km/h gemessen. Zwei von ihnen konnten bereits identifiziert werden. Aufgrund der massiven Überschreitungen gehen die Ermittler von vorsätzlichem Handeln aus, entsprechend wird eine Verdoppelung des vorgesehenen Bußgeldes geprüft. In einem Fall besteht zudem der Verdacht, dass der Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war.

Die Mühlheimer Straße gilt aufgrund ihres geradlinigen Verlaufs und der überwiegend zweispurigen Ausführung in beide Fahrtrichtungen als Strecke, die häufig zu überhöhten Geschwindigkeiten verleitet. Nicht zuletzt ein schwerer Verkehrsunfall mit drei Todesopfern Ende November vergangenen Jahres sowie die wiederholt festgestellten hohen Geschwindigkeiten haben dazu geführt, dass die Polizei diesen Bereich verstärkt überwacht.

„Bereits bei 100 km/h kann sich der Anhalteweg – je nach Reaktionszeit und Fahrbahnbedingungen – auf 100 Meter und mehr verlängern. Kommt es zu einem Unfall, dann entspricht die Aufprallenergie eines Kompaktwagens in etwa der Energie, die entstehen würde, wenn das Fahrzeug aus dem dritten Stock eines Hauses fallen würde. Selbst kleinste Fahrfehler können bei solchen Geschwindigkeiten also fatale Folgen haben. Geschwindigkeitsverstöße – besonders solche, bei denen das Tempolimit deutlich überschritten wird – sind keine Kavaliersdelikte; sie werden meist bewusst und kalkuliert begangen und gehören nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle“, betont Polizei-Pressesprecher Thomas Leipold. Weitere Kontrollen sind vorgesehen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% entspricht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Die Anzahl der Getöteten lag bei 188, die der Schwerverletzten bei 3.537 und die der Leichtverletzten bei 21.704.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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