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Osthessen: Achtung Wildwechsel – Polizei gibt Tipps

Die Polizei Osthessen warnt vor vermehrten Wildunfällen im Herbst. Vorsicht und angepasste Fahrweise sind entscheidend, um schwerwiegende Unfälle zu vermeiden.

Foto: unsplash

Osthessen (ost)

Osthessen. Gerade im Herbst, wenn die Tage immer kürzer werden, steigt das Risiko für Wildunfälle merklich an. Die Polizei Osthessen appelliert an eine vorausschauende Fahrweise und ein erhöhtes Gefahrenbewusstsein zur Vermeidung von folgenschweren Wildunfällen.

Die Ausmaße eines Wildunfalls werden von den meisten unterschätz. Ein 20 Kilogramm schweres Reh besitzt bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von mehreren 100 Kilogramm. Gerade für Zweiradfahrer stellt eine Kollision mit einem Wildtier ein nicht unerhebliches Risiko dar.

Das Risiko eines Wildunfalls steigt in den Abend- und frühen Morgenstunden, wobei die Bereiche zwischen Wald- und Feldzone besondere Gefahrenschwerpunkte darstellen. Gerade dort ist mit regelmäßigem Wildwechsel zu rechnen. Teilweise sind die Gefahrenbereiche mit dem Verkehrszeichen „Achtung, Wildwechsel“ oder „Wildwechsel mit einer Zeitangabe“ gekennzeichnet.

Wichtige Ratschläge der Polizei:

Sollte man ein Tier am Straßenrand entdecken, gilt es, das Fahrzeug deutlich zu verlangsamen. Außerdem ist es wichtig, das Fernlicht auszuschalten, da das Tier ansonsten geblendet wird und oftmals stehen bleibt. Ein zusätzliches Hupen verscheucht das Wild in den meisten Fällen. Sollte ein Zusammenstoß unvermeidbar sein: Auf keinen Fall ausweichen! In der Regel sind die Gefahren für einen selbst und den Gegenverkehr bei Ausweichmanövern größer als der Zusammenstoß selbst.

Ist es zu einem Wildunfall gekommen, bitte folgendes beachten:

Regional.Informiert. ist eine Präventionsinitiative des Polizeipräsidiums Osthessen im Zuge der landesweiten Kampagne „Gemeinsam Sicher in Hessen“. Unter diesem Motto widmet sich die osthessische Polizei seit Dezember 2023 in unregelmäßigen Abständen verschiedenen Themen der polizeilichen Kriminal- und Verkehrspräventionsarbeit. Ihr Ziel: Die Bürgerinnen und Bürger in Osthessen über mögliche Gefahren aufzuklären und entsprechend zu sensibilisieren. Weitergehende Informationen und nützliche Tipps zu unterschiedlichen Präventionsthemen finden Sie unter: https://ppoh.polizei.hessen.de/Ueber-uns/Regionales/Regional.-Informiert./

(PB)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2022

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2022 zeigt insgesamt 136.931 Unfälle. Davon endeten 19.155 Unfälle mit Personenschaden, was 13,99% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.406 Fälle aus, was 4,68% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.202 Fällen registriert, was 0,88% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 110.168 Fälle, was 80,46% entspricht. Innerorts ereigneten sich 90.136 Unfälle (65,83%), außerorts (ohne Autobahnen) 32.117 Unfälle (23,45%) und auf Autobahnen 14.678 Unfälle (10,72%). Bei den Verkehrsunfällen gab es insgesamt 208 Getötete, 3.878 Schwerverletzte und 20.881 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 136.931
Unfälle mit Personenschaden 19.155
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.406
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.202
Übrige Sachschadensunfälle 110.168
Ortslage – innerorts 90.136
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 32.117
Ortslage – auf Autobahnen 14.678
Getötete 208
Schwerverletzte 3.878
Leichtverletzte 20.881

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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