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Osthessen: Polizei zieht Bilanz zu Kontrollen

Im Rahmen der ROADPOL-Aktionswochen wurden 385 Verkehrsteilnehmer kontrolliert, 25 Feststellungen bezüglich Alkohol- oder Drogenkonsum getroffen.

Foto: Depositphotos

Osthessen (ost)

Osthessische Polizei zieht Bilanz zu Kontrollen – ROADPOL „Alkohol und Drogen“

Osthessen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die hessische Polizei im Rahmen der europäischen Roadpol-Aktionswochen die Themen „Alkohol & Drogen“ behandelt. Zum Ende des Jahres wurden vom 16. bis 22. Dezember erneut Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Angesichts der Teillegalisierung von Cannabis durch die Bundesregierung in diesem Jahr setzt die hessische Polizei mit verstärkten Kontrollen während der europaweiten Aktionswoche ein Zeichen für die Verkehrssicherheit.

Neben der Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 hat die Bundesregierung im Sommer 2024 einen gesetzlich festgelegten Grenzwert für THC-Beeinflussung bei Fahrzeugführern eingeführt. Der aktuelle Grenzwert liegt bei 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum. Fahranfänger sind jedoch absolut verboten. Seit den Gesetzesänderungen wird bei polizeilichen Maßnahmen verstärkt auf die Fahrtüchtigkeit von Fahrern geachtet, insbesondere bei Unfällen und Verkehrskontrollen. Wenn bei einer solchen Kontrolle oder nach einem Unfall Hinweise auf THC- oder andere illegale Drogenkonsum vorliegen, ist eine Blutentnahme erforderlich.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Kontrollwoche auf den zahlreichen Weihnachts- und Jahresendfeierlichkeiten. Für viele Menschen gehören Glühwein und andere warme alkoholische Getränke zum Besuch des Weihnachtsmarktes. Der Konsum von Alkohol sollte jedoch die Teilnahme am Straßenverkehr ausschließen.

Insgesamt wurden im Polizeipräsidium Osthessen während der Aktionswoche 385 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Dabei gab es 25 Feststellungen im Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenkonsum.

Ziel ist es, durch klare Botschaften in solchen Aktionswochen alle Verkehrsteilnehmer für ihre eigene Verantwortung und eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu sensibilisieren und gefährliches Verhalten bewusst zu machen. Während der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel sollte das gemütliche Beisammensein nicht durch alkoholisierte Teilnahme am Straßenverkehr getrübt werden. Die hessische Polizei leistet auch über die Aktionswoche hinaus ihren Beitrag.

Kim Leubecher

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 im Jahr 2022 auf 23101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb jedoch mit 19133 konstant. Davon waren 17106 männlich, 2027 weiblich und 7004 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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