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Osthessen: Verstöße gegen Überhöhe und Geschwindigkeit bei Sattelzügen

Polizei zieht Sattelzüge auf der A 66 aus dem Verkehr wegen Überhöhe und Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Sattelzuggespann1
Foto: Presseportal.de

Osthessen (ost)

Neuhof. Am Freitag (03.07.), gegen 13 Uhr, informierte ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer die Polizei über zwei Sattelzuggespanne aus den Niederlanden, die an der Anschlussstelle Neuhof Nord auf die A 66 in Richtung Fulda auffuhren. Laut dem Melder hatten die Fahrer zuvor die Ortslage Neuhof durchquert, offensichtlich mit dem Ziel, den Tunnel Neuhof zu umgehen.

Ein Streifenwagen der Polizeiautobahnstation Petersberg konnte die beiden verdächtigen Gespanne kurz darauf aufnehmen und an der Anschlussstelle Fulda Süd von der A 66 begleiten. Sie wurden auf einem nahegelegenen Parkplatz der Bundesstraße B 279 in Richtung Rothemann abgestellt und dort einer ersten Kontrolle unterzogen.

Die beiden Sattelauflieger transportierten jeweils zwei teilzerlegte Sattelzugmaschinen. Aufgrund der Höhe der Ladung konnten die Planendächer der Auflieger nicht geschlossen werden. Laut den Fahrern sollten die Fahrzeuge nach Bulgarien transportiert und von dort zusammen mit den beiden Sattelzuggespannen weiter in den Nahen Osten verschifft werden.

Aufgrund der offensichtlich erheblichen Überhöhe und gleichzeitig vorhandener Mängel bei der Ladungssicherung wurde ein Streifenwagen der spezialisierten Schwerverkehrsüberwachung des Polizeipräsidiums Osthessen zur Kontrolle hinzugezogen.

Die Kontrolle bestätigte den Verdacht: Eine Messung mit einem geeichten Höhenmessstab ergab bei beiden Fahrzeugen eine Höhe von 4,62 Metern. Erlaubt sind jedoch nur 4,00 Meter. Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte nach dem Auslesen der digitalen Fahrtenschreiber fest, dass beide Sattelzüge zeitweise mit mehr als 100 km/h unterwegs waren.

Neben der deutlichen Überhöhe wiesen beide Transporte erhebliche Mängel bei der Ladungssicherung auf. Zwar waren neue Spanngurte verwendet worden, diese waren jedoch nicht fachgerecht angebracht. Laut den kontrollierenden Beamten hätte bereits ein stärkeres Brems- oder Ausweichmanöver oder auch eine schnell durchfahrene Kurve mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Verrutschen oder Verlust der Ladung führen können. Zusätzlich bestand aufgrund des hohen Schwerpunkts eine erhebliche Kippgefahr.

Die eingesetzten Beamten untersagten die Weiterfahrt und ordneten die vollständige Entladung beider Sattelzuggespanne an. Zudem wurde eine Neuverladung der Aufbauten der geladenen Sattelzugmaschinen und auch der für den Transport verwendeten Sattelanhänger angeordnet.

Da weder Fahrer noch Transportverantwortliche im Inland ansässig waren, verhängte die Polizei zur Sicherung der Ordnungswidrigkeitenverfahren Geldbußen in insgesamt beträchtlicher Höhe.

(Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld)

Quelle: Presseportal

nf24