Eine Familie in Büdingen wurde Opfer eines Schockanrufs, bei dem eine falsche Staatsanwältin Geld für angeblich festgenommenen Sohn forderte. Betrüger gesucht in Hanau.
Perfide Betrugsmasche: Falsche Staatsanwältin erbeutet 80.000 Euro von Familie

Friedberg (ost)
Büdingen – Hanau – Frankfurt: Gestern Nachmittag wurden Betrüger mit dem perfiden Schockanruf-Trick um mehr als 80.000 Euro von einer Büdinger Familie betrogen. Die Geldübergabe an einen Boten fand in der Krämerstraße in Hanau statt.
Am Mittag klingelte das Telefon im Büdinger Haushalt. Eine Anruferin gab sich als Staatsanwältin aus Hanau aus und behauptete, dass der erwachsene Sohn der Familie festgenommen worden sei. Er habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und sei nach seiner Flucht vom Unfallort von der Polizei festgenommen worden, so die vermeintliche Staatsanwältin. Sie erklärte, dass eine fünfstellige Summe als Kaution hinterlegt werden müsse, um den Sohn freizulassen. Die Familie beschaffte das geforderte Geld. Die Staatsanwältin führte die Mutter des mutmaßlich Festgenommenen mit dem Geld nach Hanau in die Krämerstraße, wo sie zwischen 12.50 Uhr und 13.30 Uhr den Betrag aus ihrem roten Seat Ibiza mit BÜD-Kennzeichen an einen Boten übergab. Die falsche Staatsanwältin hielt den telefonischen Kontakt mit der Mutter aufrecht, auch nach der Rückkehr nach Büdingen. Dort forderte die Betrügerin erneut eine fünfstellige Summe und schickte die Mutter zu einer Übergabe nach Frankfurt, wo auch der Sohn freigelassen werden sollte. Gegen 17.00 Uhr nahm derselbe Mann wie in Hanau auch diesen Betrag entgegen. Der Sohn tauchte jedoch nicht auf. Der Betrug fiel erst später bei einem persönlichen Treffen mit dem Sohn auf.
Der Bote, der das Geld in der Hanauer Krämerstraße und in Frankfurt von der Mutter entgegennahm, war von normaler bis kräftiger Statur, etwa 30 Jahre alt und ca. 180 cm groß. Er hatte einen schwarzen Vollbart, sprach gebrochenes Deutsch und trug eine schwarze Jacke mit Kapuze, einen schwarzen Pullover und eine schwarze Jogginghose.
Die Kriminalpolizei sucht Zeugen in Hanau und fragt:
Hinweise nimmt die Polizeistation Friedberg unter Tel.: (06031) 6010 entgegen.
Um nicht Opfer dieses Betrugs zu werden, geben die Ermittler folgende Ratschläge:
Guido Rehr, Pressesprecher
Kontakt:
Polizeipräsidium Mittelhessen
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.








