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Pohlheim: Kontrollen in der Innenstadt, Polizei führt erneut größere Kontrollen in Gießen durch. Schwerpunkt liegt im Stadtbereich.

Fahrradfahrer in Pohlheim schwer verletzt, Unfall mit Audi auf Radweg. Radler aus Gießen landet im Krankenhaus. Polizei bittet um Zeugenaussagen.

Foto: Depositphotos

Gießen (ost)

Gießen: Neue Überprüfungen in der Stadtmitte

Polizeikräfte führten erneut umfangreiche Kontrollen im Stadtgebiet von Gießen durch. Der Fokus lag erneut auf der Innenstadt. Am Montag (26.8.) überwachten Beamte der Polizeistation Gießen Nord von frühmorgens bis zum frühen Abend mehrere Personen. Sie erhielten erneut Unterstützung vom Hessischen Präsidium Einsatz, zusammen mit den Kollegen der Bereitschaftspolizei aus Lich. Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Zivilkräfte bemerkten am Ufer der Lahn eine Gruppe von Personen, die sich verdächtig verhielt. Insbesondere fiel auf, dass eine Person mehrmals kurzzeitig in einem Gebüsch verschwand, Gegenstände hervorholte und an andere Personen übergab. Durch die gute Einsatzplanung und ständige Kommunikation der Einsatzkräfte gelang es, die gesamte Gruppe gleichzeitig zu kontrollieren. Bei der Durchsuchung fanden die Kontrolleure zunächst ein verbotenes Reizgas und beschlagnahmten es. Bei genauerer Untersuchung fanden sie auch etwa 113 Gramm Marihuana und Haschisch sowie mehrere Tabletten in der Nähe. Sie nahmen die verdächtige Person, einen 47-jährigen jamaikanischen Staatsbürger, vorläufig fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ließen sie den Verdächtigen frei.

Am späten Nachmittag führten die Beamten eine weitere umfangreiche Kontrolle am Kirchenplatz durch. Bei den insgesamt 24 überprüften Personen wurden keine Verstöße festgestellt.

Unter der Leitung der Kontrollgruppe Gießen folgte bereits am nächsten Tag (27.7.) die nächste Kontrollaktion. Im Rahmen des Programms „Sicheres Gießen“ führten sie, ebenfalls mit Unterstützung ihrer Kollegen der Bereitschaftspolizei aus Lich, offensive Kontrollen in der Innenstadt durch. Sie holten auch einen vierbeinigen Kollegen hinzu. Zusammen mit dem Drogenspürhund überprüften sie insgesamt 42 Personen. Dabei stellten sie mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. Sie nahmen eine Person wegen des Verdachts des Drogenhandels fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ließen sie den Mann wieder frei. Dank der feinen Nase des Spürhundes entdeckten sie am Ufer der Lahn versteckte, geringe Mengen Cannabis und beschlagnahmten sie. Bei einer weiteren kontrollierten Person stellten sie eine geringe Menge Amphetamin und ein Springmesser sicher. Neben geklärten Aufenthaltsermittlungen ahndeten die Beamten einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie eine mutmaßliche Drogenfahrt.

Weitere Kontrollen werden folgen.

Pohlheim: Radfahrer schwer verletzt

Am Dienstag (27.8.) ereignete sich in Watzenborn-Steinberg ein Unfall, bei dem ein 59-jähriger Radfahrer schwere Verletzungen erlitt. Der Radler fuhr laut Zeugen gegen 16.35 Uhr auf dem Radweg der Gießener Straße in Richtung Gießen. Im Bereich der Einmündung zur Rudolph-Diesel-Straße kam es zu einer Kollision mit einem entgegenkommenden Audi. Dabei stürzte der Radfahrer aus dem Landkreis Gießen und verletzte sich. Der Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus. Der 26-jährige Fahrer des Audis (ebenfalls aus dem Landkreis Gießen) blieb unverletzt. Fahrrad und Audi wurden beschädigt, der Schaden wird auf mehrere Hundert Euro geschätzt.

Die Polizei bittet weitere Zeugen des Unfalls, sich bei der Polizeistation Gießen Süd unter der Telefonnummer 0641/7006-3555 zu melden.

Pierre Gath

Pressesprecher

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 25216 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 24363 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 23331 im Jahr 2021 auf 22378 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 19820 im Jahr 2021 auf 19168 im Jahr 2022 zurück. In Hessen gab es 2022 17079 männliche Verdächtige, 2089 weibliche Verdächtige und 6494 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 70510 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 25.216 24.363
Anzahl der aufgeklärten Fälle 23.331 22.378
Anzahl der Verdächtigen 19.820 19.168
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.704 17.079
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.116 2.089
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.321 6.494

Quelle: Bundeskriminalamt

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