Beamten gelang es, mehrere Indoorplantagen sowie größere Mengen Betäubungsmittel an vier Anschriften aufzufinden.
Polizei findet Indoorplantagen und Betäubungsmittel in Vogelsbergkreis/Landkreis Gießen

Gießen (ost)
Beamte der Polizeidirektionen Ost- und Mittelhessen entdeckten in der vergangenen Woche mehrere Indoor-Plantagen sowie große Mengen Betäubungsmittel an vier Adressen.
Am Samstag (20.04.) wurde die Polizei in Lauterbach über eine offene Tür eines derzeit unbewohnten Gebäudes im Wiesenweg in Ulrichstein informiert, in dem sich laut ersten Informationen verschiedene Utensilien für den Drogenhandel befanden. Vor Ort entdeckte eine Streife tatsächlich eine professionelle Indoor-Plantage mit mehreren hundert Cannabispflanzen. Bei den folgenden Durchsuchungen stellten die Beamten etwa 9,5 Kilogramm Marihuana, umfangreiches Plantagenzubehör, einen fünfstelligen Bargeldbetrag sowie verschiedene Gegenstände, die auf Drogenhandel hindeuteten, sicher. Die Ermittler der Kriminalpolizei fanden zudem Hinweise auf drei verdächtige Männer im Alter von 35 bis 69 Jahren.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen erließ das Amtsgericht in Gießen noch am Montag (22.04.) Durchsuchungsbeschlüsse für die beiden Meldeadressen der Verdächtigen. Beamte der Kriminalpolizei Gießen trafen schließlich zwei verdächtige Männer im Alter von 35 und 38 Jahren in der Wohnadresse in Hungen an. Bei der folgenden Durchsuchung erlangten die Ermittler erneut Erkenntnisse, die auf den Betrieb einer Cannabisplantage an einer weiteren Adresse in Freienseen hindeuteten.
Auf richterliche Anordnung wurde auch diese Adresse durchsucht. Die Beamten waren erstaunt, als sie erneut eine professionell aufgebaute Cannabisplantage mit automatisiertem Bewässerungssystem und Abluftfiltern vorfanden. Insgesamt wurden neben der Ausrüstung eine mittlere zweistellige Anzahl von Pflanzen beschlagnahmt. Schätzungen zufolge handelt es sich nach der Ernte der Pflanzen um eine Gesamtmenge von mehr als acht Kilogramm getrocknetem Marihuana.
Beide Verdächtige wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen, da keine Haftgründe vorlagen. Sie müssen sich nun wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln sowie der illegalen Herstellung von Cannabis in nicht geringer Menge verantworten.
Weitere Informationen erhalten Sie von der Staatsanwaltschaft in Gießen.
Sandra Suski, Pressesprecherin
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 25.216 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2022 nur noch 24.363 Fälle waren. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle ging ebenfalls von 23.331 auf 22.378 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 19.820 auf 19.168, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17.704 auf 17.079 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2.116 auf 2.089 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6.321 auf 6.494. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 70.510 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 25.216 | 24.363 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 23.331 | 22.378 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.820 | 19.168 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.704 | 17.079 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.116 | 2.089 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.321 | 6.494 |
Quelle: Bundeskriminalamt








