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Polizei kontrolliert Raser und Poserszene in Fulda

Verkehrskontrollen zielen auf laute Motorgeräusche und unangepasste Geschwindigkeit ab. Effektive Maßnahmen gegen rücksichtslose Verkehrsteilnehmer.

Foto: unsplash

Fulda/ Eichenzell (ost)

Fulda. Am Donnerstag (25.06.) und Freitag (10.07.) führte die Polizei Fulda Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt „Tuner, Raser, Poser“ durch. Dies betrifft Verkehrsteilnehmer, die durch zu schnelles Fahren oder laute Motorengeräusche im Straßenverkehr auffallen und dadurch die Sicherheit gefährden. Immer wieder erhalten die Polizei und andere Ordnungsbehörden in Osthessen Beschwerden über solche rücksichtslosen Verkehrsteilnehmer. Deshalb werden regelmäßig von geschulten Polizistinnen und Polizisten Verkehrskontrollen in Schwerpunktgebieten im Fuldaer Innenstadtbereich und den angrenzenden Gemeinden durchgeführt. Neben der Bestrafung von Verstößen nutzen die Beamtinnen und Beamten die Kontrollen auch, um mit den Fahrzeugführern ins Gespräch zu kommen und sie für bestehende Gefahren zu sensibilisieren.

Lärmende Auspuffanlagen und unnötiges Rasen

Zivile Streifen überwachten an beiden Tagen den Bereich des Emaillierwerks, der Bardostraße/Dalbergstraße/Petersberger Straße, der Löherstraße, der Haderwaldstraße, der Frankfurter Straße, der Kreuzbergstraße, Am Rosengarten und den Bereich Eichenzell. Die Streifen kontrollierten typische Fahrzeuge der Szene und verhängten entsprechende polizeiliche Maßnahmen. In der Frankfurter Straße fiel den Einsatzkräften ein Motorrad auf, das mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und ohrenbetäubendem Lärm stadtauswärts fuhr. Das Motorrad wurde sofort kontrolliert, bei der festgestellt wurde, dass die Betriebserlaubnis aufgrund unzulässiger technischer Änderungen erloschen war. Die Weiterfahrt wurde untersagt und entsprechende Verfahren eingeleitet. Kurz darauf trafen die Beamten einen Audi S3 in der Ortsdurchfahrt Eichenzell an. Dieser passierte die Ortschaft so schnell, dass er erst im angrenzenden Gewerbegebiet gestoppt und kontrolliert werden konnte. Auch hier stellte sich heraus, dass aufgrund einer Manipulation an der Abgasklappe die Betriebserlaubnis erloschen war, weshalb die Weiterfahrt untersagt wurde. Zudem fanden die Einsatzkräfte bei der Überprüfung der Fahrzeugtechnik im Handschuhfach einen Teleskopschlagstock. Der Fahrer wird nun wegen des Fahrens ohne Betriebserlaubnis und Verstoßes gegen das Waffengesetz mit Ordnungswidrigkeitenverfahren konfrontiert.

Bilanz der Kontrollen

Die Einsatzkräfte kontrollierten am Donnerstag (25.06.) insgesamt 30 Fahrzeuge, von denen 15 beanstandet wurden, was eine beachtliche Beanstandungsquote von 50 Prozent darstellt. Dies zeigt, wie notwendig und effektiv die Kontrollen der osthessischen Polizei im Bereich der Raser- und Poserszene sind.

Auch am Freitag (10.07.) waren die spezialisierten Polizistinnen und Polizisten im Einsatz und kontrollierten insgesamt 68 Fahrzeuge, wobei zehn Ordnungswidrigkeiten- und zwei Strafanzeigen erstellt wurden.

Das Polizeipräsidium Osthessen ruft alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, rücksichtsvoll und umsichtig miteinander umzugehen, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Kontrollen mit diesem Schwerpunkt werden auch in Zukunft fortgesetzt und es wird weiterhin konsequent gegen Raser und Poser vorgegangen, die andere durch ihr Fahrverhalten oder die Veränderungen ihrer Fahrzeuge belästigen oder gefährden.

(Regionaler Verkehrsdienst)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon entfallen 19.527 Unfälle auf Personenschäden, was 13,43% entspricht. Schwere Unfälle mit ausschließlich Sachschäden machen 6.914 Fälle aus, was 4,75% der Gesamtzahl ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1.164, was 0,8% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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